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// Gesundheit
14.02.2019

Reha auf Rezept

Krankenkassen unterstützen Reha-Sport im Verein


Reha auf Rezept (Foto: Roman Samborskyi/shutterstock.com)

Reha auf Rezept (Foto: Roman Samborskyi/shutterstock.com)

Ob jung oder alt: Wer aus gesundheitlichen Gründen Sport machen sollte, kann sich den Einstieg fördern lassen. Mit einer ärztlichen Verordnung erhalten Patientinnen und Patienten Zugang zu vielfältigen Rehasport-Angeboten.

Ziel des Rehabilitationssports ist es, Ausdauer und Kraft zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern, und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Durchgeführt wird der Reha-Sport von Vereinen, in denen speziell ausgebildete Übungsleiterinnen und Übungsleiter Reha-Kurse abhalten. Gymnastik und Bewegungsspiele für den Bewegungsapparat und Lungensport stehen ganz oben auf der Liste der Nachfrage durch Patienten in Deutschland. Ob nach einer Operation oder zur Unterstützung einer laufenden ärztlichen Behandlung – die Verordnung des Reha-Sports erfolgt immer durch den behandelnden Arzt. Er nutzt dabei die sogenannte „Verordnung 56“. Levka Objartel vom Verein Rückenliga e.V. (www.rueckenliga.de) in Bremerhaven: „Diese Verordnung ist ein Antrag auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Auf dieser Verordnung vermerkt der Arzt den Grund für die Teilnahme am Reha-Sport. Im orthopädischen Bereich sind dies beispielsweise Indikationen aufgrund von Beschwerden mit Knien, Hüfte, Rücken, Schultern und andere orthopädische Einschränkungen. Im Bereich des Lungensports haben wir viele Asthmatikerinnen und COPD-Patienten in unseren Kursen.“

Wer mit einer Verordnung die Kurse der Vereine nutzen will, muss sich diese von der Krankenkasse genehmigen lassen. In der Regel können Patienten mit einer Verordnung innerhalb von 18 Monaten 50 Kurstermine wahrnehmen. „Es gibt zahlreiche Vereine in Deutschland, die Rehabilitationssport anbieten. Auch in Bremerhaven fi nden sich einige Anbieter. Die Kurse sind für die Patientinnen und Patienten kostenlos. In begründeten Fällen können auch mehrfache Verordnungen genehmigt werden – das liegt aber in der Hand der Krankenkasse, die je nach ärztlicher Verordnung darüber befindet, ob eine Fortsetzung des Reha-Sports angezeigt ist.“

Weil aber viele Teilnehmer den begonnenen Weg zu mehr Gesundheit durch Bewegung auch selbstständig fortführen möchten, haben einige Vereine Kursangebote für Selbstzahler entwickelt. „Auch wenn die Kassen eine weitere Verordnung genehmigen, liegen meist einige Wochen oder Monate Zwangspause zwischen den durch die Kassen finanzierten Kursblöcken. Diese Lücken überbrücken unsere Teilnehmer mit unserem Kursangebot für Selbstzahler. Durch solch eine private Mitgliedschaft kann ohne Unterbrechung weiter am Reha-Sport teilgenommen werden. Mit den Beiträgen finanzieren wir die Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die alle eine besondere Lizenz nachweisen müssen, welche die Behindertensportverbände nach Ausbildung und Prüfung erteilen.“

WEITERE INFORMATIONEN:
Weitere Informationen fi nden Interessier te bei den Vereinen, den Behindertensportverbänden in Bremen und Niedersachsen sowie bei ihren Krankenkassen.


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