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// Musik
06.08.2018
Von: gbm

Starkstrom statt Strickliesel

Ein junges Leben lang wird Gabi Frentzen, Gründungsmitglied der Bocholter Partyband Falten/Rock, von der Musik der legendären AC/DC gestalkt. Zudem steht nur zehn Kilometer von ihr entfernt, in Aalten (NL), die Villa von Angus Young. Bei einem Konzert einer Coverband ihrer australischen Lieblinge, das Gabi selbst organisiert hat, hängt sie ihre heiß geliebte Luftgitarre an den Nagel und fasst den Entschluss, einmal im Leben ein einziges Lied samt Solo ihrer Helden auf einer elektrischen Gitarre spielen zu wollen. Eine Erfolgsstory von AC bis DC.


Geballte Frauenpower bei Falten/Rock

Geballte Frauenpower bei Falten/Rock (Foto: rominagraphy)

Dafür muss ich was tun, sagt sich Gabi, und nimmt Unterricht. Wie das Schicksal es manchmal will: zeitgleich nimmt eine andere Rockbegeisterte dort Schlagzeug-Stunden. Der Coach ermutigt beide, eine Band zu gründen. Die überschaubaren Künste der Schülerinnen würden so mächtig zu wünschen übrig lassen, dass es schon wieder passen könnte. Das klingt lustig. Lustig mögen sie und sagen zu. Dann geht es plötzlich rasend schnell, verglichen mit dem Tango einer rockenden Nacktschnecke. Zeit ist ja nun mal relativ, und Gabi brennt es unter den Fingerkuppen. Euphorisch ruft sie ihre beste Freundin Astrid Florack an, erklärt den Plan, und dass der Bass ihr gut zu Gesicht stehen würde. Die muss noch einmal mit ihrem Mann drüber schlafen, sagt sie. Die Vierte im Bunde für die Rhythmus-Gitarre, Katharina Neuenhaus, lernt das Trio auf einer Grillfete kennen, und fünf Biere weiter wird Sängerin Anni Oenning per Kleinanzeige rekrutiert. Falten/ Rock ist geboren, ihre Passion: AC/DC.

Noch etwas ist glasklar. Ganz vorne an stehen der Job und die Familie. Deshalb soll der Amateurstatus beibehalten werden. In der Heimatstadt wird erst einmal jede Steckdose angezapft, weil Heimspiele nun mal häufig das dankbarste Auditorium stellen. Ihre ständig wachsende Fangemeinde lässt sie nie ohne Zugaben von dannen ziehen. Alles ist gerade Pfirsich mit Sahne, da fällt der Kollegin mit den Stöcken nach sechs Jahren ein, dass ihr alles doch zu viel sei. Über eine Anzeige findet sich zeitnah ein mutiger Recke namens Jörg Sundag, der dieser Amazonenband gern die Eins und die Zwei geben würde. Und tatsächlich, mit ihm marschiert es wie Gleisbau.

Druckvoller Starkstrom-Rock gemixt mit spritziger Bühnenshow, wobei sich die beiden Gitarristinnen am liebsten auf Tischen und Bänken mitten im Publikum aufhalten. Authentischer Spielspaß, der mitreißt, bestes Entertainment für alle, die nicht rechtzeitig in Deckung gehen. Irgendwann aber will jede Band wissen, was sie wirklich wert ist und draufhat. Die Republik wird in alle Richtungen genommen. Ihr Netzwerk funktioniert prima. Sie rocken das „Lehmitz“ auf Hamburgs Reeperbahn genauso gern wie jede Bikerparty. Was sagen zuhause ihre Partner dazu? Erst einmal gar nichts, sollten sie zu Wort kommen. Hin und wieder fahren sie sogar mit. Das sind dann die Auftritte, bei denen von der Gage nicht mehr viel übrig bleibt.

Damit das nicht einreißt, hat Gabi für Falten/Rock einen Nightliner gebucht. Bereits zum zweiten Mal geht‘s als Sextett im Riesenbus auf Tour wie richtige Rockstars. Der hält u.a. Am 14. September im Biergarten „Am Wald“ von Karen Thiede und Gerrit Funk in Schwanewede- Brundorf. Weshalb nun eine romantisch verträumte Lokalität für solch ein Rockspektakel? Leadgitarristin Gabi sagt: „Wir sind keine typische Clubband. Ich war auf der Suche nach einem Biergarten mit Saal und fand ‚Am Wald‘. Es musste auch eine Location sein, wo ein 18 Meter langer Bus Platz findet und mit Starkstrom versorgt werden kann. An diesem Freitag wird Bettina Kroh, rotzige Röhre von Raff/Stuff, Anni ersetzen und die australische Sau raus lassen. Ebenfalls dabei sind Yvonne Droste, Azubine am Mikrofon. Wir freuen uns riesig, im Biergarten an der Glocke zu hängen.“ Na dann, lasst mal um 19.30 Uhr eure Hells Bells läuten.


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