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// Musik
14.02.2019
Von: gbm

Raum 27

Ambitionierter Deutschrock aus der Seestadt


Raum 27 (Foto: Leroy Bentley/Bastiem)

Raum 27 (Foto: Leroy Bentley/Bastiem)

Wer den Musiker, Songwriter und Produzenten Nils Wandrey aus Loxstedt auf seiner Seite hat, der ist besonders als Newcomer im Musik Business auf der richtigen Spur. Was man dafür tun muss? Eigentlich gar nichts. Man muss nur gut sein, Kreativität, Leidenschaft und Talent besitzen und das Glück haben, dass sich die Wege mit dem Loxstedter Rock’n’Roller irgendwann mal kreuzen.

Im Musikraum 27 des Carl von Ossietzky Schulzentrums laufen sich Tristan Stadtler und Mathis Schröder über den Weg. Schnell stellen sie fest, dass es musikalische Gemeinsamkeiten gibt und beide einen unbändigen Hang zur Kreativität besitzen. Noch wertvoller, der eine kann in dem anderen lesen. So entstehen innerhalb kürzester Zeit am Klavier und an der Sechssaitigen melodische und aussagekräftige Lieder, die vor allem anders sind und weit weg vom Mainstream. Das bleibt ihrem damaligen Musikschullehrer Nils Wandrey nicht verborgen. Statt sie aber mit Streicheleinheiten zu überhäufen, stellt er sie immer wieder vor neue Herausforderungen und gibt ihnen wertvolle Tipps. Schließlich weiß der Mann aus Erfahrung, dass Ideen, Kompositionen oder Texte allein nicht ausreichen, um oben mitmischen zu können.

Zwischen Abitur und der „was mache ich danach“-Zeit stellen sich Tristan (Texter, Sänger) und Mathis (Komponist, Gitarrist) diesen Aufgaben ihres Schirmherren mit Bravour, bis der sie eines Tages in sein „Alligator Farm Studio“ einlädt. Stück für Stück entsteht hier die Debüt EP „traurig aber ist so“ von Raum 27. Intelligent und schnörkellos, immer mit dem Gedanken, dass die Stücke live realisierbar bleiben; denn die Bühne ist das nahe Ziel. Irgendwann gern auch mit zusätzlichen Musikern. Natürlich geht das alles nicht einfach mal so. Spätestens bei ihrem zeitintensiven Aufwand zur geliebten Tonkunst im direkten Vergleich mangelnder Teilnahme an nicht musischen Fächern, regt sich dezent das schlechte Gewissen der beiden Protagonisten. Was soll’s. Erfolg will erarbeitet werden. Ihren Feierabend verbringen die Jungs mit üben, neuen Ideen für weitere Songs, Promotion- Arbeit für die EP oder anstehenden Projekten. Bei aller Freude, die sie dabei haben, rauscht die Zeit doch ganz schön fl ott durch die Eieruhr. Es ist ihnen andererseits sehr wichtig, Zeit mit Freunden zu verbringen oder sich in einem Umfeld frei von Musik zu bewegen. Wo sollen sonst auch die alltagsbezogenen Texte herkommen?

Tristan orientiert sich textlich gern an der Poesie von Lana Del Ray, die auf ihn eine starke inspirative Wirkung hat. Mit den Kompositionen von Post Malone (US Rapper) und Kraftklub (Chemnitz) verbindet sie integrierter Humor und Ironie. Eine nicht gerade alltägliche Symbiose, die aber, dank Wandreys tatkräftiger Unterstützung und Mitwirkung, bestens funktioniert und hervorragend in Szene gesetzt wird. Raum 27, ein verrücktes Zimmer, aber eine passende Tapete. Ihrem jungfräulichen Produkt beide Ohren zu leihen und ein bisschen das eigene Herz zu involvieren öffnet die Tür. Bei allem Spaß, ernsthaft, es lohnt sich.


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