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// Musik
09.08.2019
Von: gbm

Die Intendanten - Ohne Vorhang auf

Obwohl man sie in der Vergangenheit leider nur selten zu hören bekam, gelten die Intendanten seit 2003 als eine der schillerndsten Formationen unserer Stadt. Jeder Auftritt ist pures Entertainment und strotzt vor Spielfreude und Lust am Musizieren. Bis auf ihren Schlagzeuger (AWI) setzt sich die Band aus Mitarbeitern des Stadttheaters zusammen. Trat die Band ursprünglich nur bei internen Feiern des Hauses unter dem Motto „Non-Profis spielen für Profis“ auf, so hat sich erfreulicherweise ihr Wirkungskreis im Laufe der Jahre um diverse Open Air-Konzerte und Club Gigs erweitert.


Die Intendanten:  Tim Dierks | dersoundso.de

Die Intendanten: Tim Dierks | dersoundso.de

Angefangen hat alles denkbar einfach: Bei drei Kollegen aus der technischen Abteilung des Stadttheaters, die bereits in anderen Bands musikalische Erfahrungen gesammelt hatten, reifte nach kurzem Brainstorming der Plan, eine Formation zu gründen, die in erster Linie aus dem eigenen Haus stammen sollte – aus Schauspiel, Tanz, Technik. Mit dabei sind Lidia Melnikova (Russland, Gesang), Marc Vinzing (Berlin, Gesang), Henning Bäcker (Marburg, Gesang) und aus Bremerhaven Harm Feldmann (Bass), Dirk Mengedoht (AWI) und Sara Zemke abwechselnd am Schlagzeug, Alexander Behncke und Johannes Bluth an den E-Gitarren und Iris Höfling (unter anderem Querflöte). Sie sehen sich eher als Projekt mit austauschbarer Besetzung, das auch, nachdem das letzte Gründungsmitglied nicht mehr dabei sein sollte, weiterhin existieren kann.

Obwohl alle an ihrem Arbeitsplatz zwangsläufig auf Perfektion bedacht sind, so geht es bei den Live Auftritten der Intendanten geradezu erfrischend locker zu. Handwerklich reif interpretiert, bieten die Musiker eine überzeugende und vor allem geschlossene Mannschaftsleistung, die vom ersten gespielten Akkord gute Laune versprüht. Um eigenes Material zu spielen fehlt ganz einfach die Zeit. Jedes Musikstück ihres Repertoires interpretieren sie allerdings mit so viel Hingabe, dass es ihrem Publikum schwerfällt, die Füße unter Kontrolle zu halten. Sänger Marc macht es vor: Während der Sets ist der hyperaktive Frontmann ständig in Bewegung, hüpft so ekstatisch, dass man durchaus glauben könnte, der Sandboden unter ihm (wie jüngst beim bestens frequentierten Open Air in der „Weserperle“, Sandstedt) müsse ihn eigentlich bald verschlucken. Sollte der Untergrund aus herkömmlichem Holz bestehen, bleibt bei seinen Aktionen dennoch die Gefahr, dass die Bretter, von denen man sagt, dass sie die Welt bedeuten, irgendwann nachgeben. Das ist natürlich rein hypothetisch und mit einem Augenzwinkern zu sehen. Daraus ergibt sich für alle vor der Bühne automatisch eine köstliche Symbiose aus Zusehen und Zuhören. Es rockt punkig und poppig. Bass und Schlagzeug liefern die verlässliche Basis für die Solisten. Ein abwechslungsreiches, sich stets wandelndes Programm, das in erster Linie die Lieblingsstücke der drei Sänger spiegelt. Der Rest der Mannschaft ist selbstverständlich ebenfalls bei der Auswahl neuer Stücke involviert. Jeder bereitet zuhause das abgesprochene Songmaterial vor, bevor es letztendlich bei der gemeinsamen Probe zur Sache geht.

Am Ende des Tages siegt dann jedes Mal der demokratische Gedanke, sodass alle Bandmitglieder einstimmig hinter der Idee stehen, das Prinzip der Intendanten bundesweit an andere Theater zu exportieren. Schließlich handelt es sich um ein kulturelles, spartenübergreifendes Projekt, das die verschiedenen Berufsgruppen, die an Schauspielhäusern zusammenkommen, näher zusammenbringt, sagen sie. Alles dreht sich primär darum Freundschaften zu schließen, und gemeinsam durchweg schöne Momente zu produzieren, zu erleben und zu genießen. Das funktioniert hervorragend, wie jeder Auftritt ein ums andere Mal beweist. Die Intendanten sind eine reine Live Formation. Eine CD zu produzieren macht für sie wenig Sinn. Man muss sich für diese Band auch nicht öffnen, man ist im Nu mittendrin. So haben beide Spaß, Musiker und Auditorium. So soll es sein, so soll es bleiben. Wer sich von diesem inzwischen um sich greifenden Intendantur- Virus freiwillig mal infizieren lassen möchte, der hat an unten stehenden Tagen die Gelegenheit.

SONNTAG, 18. AUGUST, AB 18 UHR
SOMMERFEST IM „ALBERTS HUUS“, BREMERHAVEN

SONNTAG, 08. SEPTEMBER, AB 19 UHR
THEATERVORPLATZ (THEATERFEST), BREMERHAVEN



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