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14.11.2018

Die magische 450-Euro-Grenze: Rechte und Pflichten für Minijobber

Als Minijobber bekommt man in Deutschland monatlich bis zu 450 Euro ausgezahlt – eine Summe, von der man natürlich nicht leben kann. Dennoch ist diese Form des Arbeitsverhältnisses hierzulande attraktiv: Im Land Bremen waren im Jahr 2017 insgesamt 45.046 Menschen ausschließlich als Minijobber angestellt. Hinzu kommen diejenigen, die sich durch einen Minijob nebenbei etwas dazu verdienen – das waren im letzten Jahr im Land Bremen weitere 24.441 Personen.


Dass man auch mit einem geringen Verdienst von maximal 450 Euro bestimmte Rechte besitzt und welche das sind, ist vielen Arbeitnehmern nicht klar. Deshalb beantwortet Rechtsberater Torsten Kleine am Dienstag, dem 27. November 2018, um 17.00 Uhr in der Barkhausenstraße 16 in Bremerhaven kostenlos alle Fragen rund um das Thema „Minijobs“.

Häufig tritt in den Beratungen der Arbeitnehmerkammer die Frage auf, wie festgezurrt die 450-Euro-Grenze ist. Fakt ist: Sie darf nur in Ausnahmefällen überschritten werden. „Etwa, wenn aufgrund nicht vorhersehbarer Umstände mehr gearbeitet werden muss, zum Beispiel wenn ein erkrankter Kollege vertreten wird“, sagt Torsten Kleine, Rechtsberater bei der Arbeitnehmerkammer am Standort Bremerhaven. Diese Regelung greift jedoch nicht für eine Urlaubsvertretung, denn Urlaub ist nicht unvorhersehbar. Wichtig für die Arbeitnehmer: Um den Status als Minijobber nicht zu verlieren, dürfen auch die unvorhersehbaren Überschreitungen pro Jahr höchstens binnen drei Monaten vorkommen.

Im Übrigen ist der Verdienst im ganzen Jahr ausschlaggebend. Dieser darf nicht über 5.400 Euro liegen – die 450 Euro pro Monat sind somit als Durchschnittswert zu verstehen. „In diesem Rahmen sind auch mehrfache geringe Überschreitungen der 450-Euro-Grenze möglich, wenn in anderen Monaten entsprechend weniger verdient wird“, so Kleine. Der Minijob unterscheidet sich von anderen Teilzeitstellen vor allem durch die Sozialversicherung, da Minijobs prinzipiell vollständig sozialversicherungsfrei sein können. Ansonsten haben geringfügig Beschäftigte grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Voll- oder Teilzeitbeschäftigte auch – auch bei Urlaub, Krankheit oder Kündigungsschutz.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER
www.arbeitnehmerkammer.de


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