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06.11.2019

Krank – und was nun?

Um das Thema „Krank im Job“ ranken sich viele Mythen und es kursieren allerhand Halbwahrheiten. Die Arbeitnehmerkammer räumt damit auf.


Krank – und was nun? (Master 1305 /shutterstock.com)

Krank – und was nun? (Master 1305 /shutterstock.com)

„Es beginnt schon mit der Frage, wie man sich richtig krank meldet“, beschreibt Rechtsberater Ingo Kleinhenz von der Arbeitnehmerkammer eine bestehende Unsicherheit. Muss das telefonisch passieren oder geht es auch per SMS oder WhatsApp? „Zunächst einmal muss die Krankmeldung so schnell wie möglich, also noch vor Arbeitsbeginn, erfolgen“, so Kleinhenz. „Andernfalls droht eine Abmahnung und im wiederholten Fall eine Kündigung.“ Nicht gesetzlich geregelt ist allerdings, wie eine Krankmeldung erfolgen muss – das kann durchaus auch per Mail oder WhatsApp sein. Wichtig ist nur, dass sie rechtzeitig beim richtigen Ansprechpartner landet, in der Regel der direkte Vorgesetzte oder die Personalabteilung. Sofern keine anderweitige Regelung gilt, muss spätestens am vierten Tag eine Krankschreibung vom Arzt vorliegen. „Arbeitgeber können allerdings auch verlangen, dass sie schon ab dem ersten Tag vorliegen muss“, so Rechtsberater Kleinhenz.

Wichtig für alle, die für längere Zeit erkranken: Sechs Wochen greift die sogenannte Entgeltfortzahlung. Das heißt, in den ersten sechs Krankheitswochen zahlt der Arbeitgeber das volle Gehalt weiter. Wenn die Krankheit länger als sechs Wochen dauert, zahlt die Krankenkasse 70 Prozent des Bruttogehalts und maximal 90 Prozent des Nettogehalts als Krankengeld aus und zwar längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren.

Wer im Urlaub krank wird, muss übrigens nicht auf den Urlaub verzichten: einfach ein ärztliches Attest einreichen, dann verfallen die Urlaubstage nicht. Beschäftigte, die sich bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland aufhalten, müssen zudem schnellstmöglich die Arbeitsunfähigkeit, deren voraussichtliche Dauer und die Adresse des Aufenthaltsortes mitteilen.

Darf wegen Krankheit gekündigt werden? „Im Extremfall ja“, sagt Kleinhenz. „Wer eine krankheitsbedingte Kündigung erhält, sollte sich so schnell wie möglich beraten lassen. Denn wer sich dagegen wehren will, muss innerhalb von drei Wochen handeln, um eine fristgerechte Kündigungsschutzklage erheben zu können.“

Weitere Fragen zum Thema Krankheit und Arbeit beantwortet Rechtsberater Ingo Kleinhenz bei der Veranstaltung „Krank - und was nun?“ am Dienstag, den 10. Dezember von 17 bis 18.30 Uhr in der Barkhausenstraße 16 in Bremerhaven.

www.arbeitnehmerkammer.de


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