Abo   |   Ausgaben   |   Kontakt   |   RSS-Feed   |   Sitemap   |   Suche   |    Werben im LAUFPASS
LAUFPASS - das Online-Portal fr Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
Das Online-Portal für Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
 Startseite   |   Nachrichten   |   Kultur   |   Termine   |   Sport   |   Freizeit   |   Gesundheit   |   Lifestyle   |   Gastronomie   |   Ratgeber
// Gesundheit
06.11.2019

Erst "taub" dann dement?

Frühzeitige Untersuchungen senken das Demenzrisiko.


ISE Hörgeräte (Foto: Photographee.eu /shutterstock.com)

ISE Hörgeräte (Foto: Photographee.eu /shutterstock.com)

Eine wissenschaftliche Studie aus Frankreich, bei der rund 3800 Menschen über einen Zeitraum von 25 Jahren beobachtet wurden, stellte folgendes fest: Für Senioren und ältere Menschen, die keine Hörgeräte tragen, obwohl sie nach eigener Einschätzung von einer Schwerhörigkeit betroffen sind, besteht ein erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Studien aus weiteren Ländern, wie Australien und Großbritannien, bestätigen das Ergebnis.

„Eine beginnende Altersschwerhörigkeit wird in erster Linie nicht allein durch äußere laute Schallereignisse ausgelöst. Vielmehr wird von einer zentralen Störung in der Verarbeitung akustischer Signale ausgegangen“, sagt Carola Ise, Hörakustikmeisterin und Pädakustikerin aus Bremerhaven. Eine zentrale Störung in der Verarbeitung liegt auch bei einer Demenzerkrankung vor. Oft wird beides in einen direkten Zusammenhang gebracht. Inwieweit eine Demenz tatsächlich auf eine Schwerhörigkeit zurückzuführen ist, untersuchen die oben genannten Studien.

Doch wie kommt die Annahme eigentlich zustande, dass eine Schwerhörigkeit eine Demenz begünstigen, wenn nicht sogar auslösen kann? „Salopp gesagt, liegt die Begründung vermutlich darin, dass mit einer unversorgten Schwerhörigkeit das Verstehen schwieriger und über lange Sicht einfach verlernt wird. Gerade im Frühstadium einer Altersschwerhörigkeit unterstützt das Kurzzeitgedächtnis die Sprachwahrnehmung. Erhält es keine Information mehr, beeinträchtigt das die Verarbeitung und damit das Erkennen von Wörtern und Geräuschen nachhaltig.“

Die für das Hören verantwortlichen Hirnbereiche bauen sich damit aufgrund der Nicht-Nutzung ab. Das Gemeine daran: Es ist ein schleichender Prozess. Damit ist nicht nur das häufige Nachfragen bei einer Schwerhörigkeit, sondern auch die langsame Reaktion auf Gehörtes zu erklären. Bemerkenswert für Forscher und Wissenschaftler, die sich mit diesem Thema beschäftigen, sind die Beobachtungen, dass der Einsatz von Hörgeräten sich positiv auf die kognitiven Funktionen auszuwirken scheint. „Besonders das Kurzzeitgedächtnis, das die Sprachwahrnehmung unterstützt, profitiert von einer besseren Aufnahmefähigkeit.“

Wer also lange geistig fit bleiben möchte, der sollte auch sein Gehör überprüfen lassen. Nicht selten merken Freunde und Angehörige es zuerst, wenn ein älterer Mensch unter einem schleichenden Hörverlust leidet. Anzeichen dafür sind beispielsweise: Fernseher und Radio werden übertrieben laut gestellt, Betroffene verstehen das Gesagte falsch und geben auf Fragen oftmals unrichtige Antworten oder müssen häufiger nachfragen und drehen den Kopf in die Richtung, aus der sie angesprochen werden. Liegt die Vermutung nahe, dass ein Mensch aus dem eigenen Umfeld beginnt, schlechter zu hören, sollte das Gehör einfach unverbindlich getestet werden.

Wie so oft kann die Ursache von Hörbeschwerden winzig sein und in den Innenohrzellen liegen. Hier sind bewegliche Zellen, die bis zu 20.000 Schwingungen pro Sekunde produzieren und für die natürliche Verstärkung leiser und die Dämpfung lauter Geräusche zuständig sind. Die technisch aufwendigen, modernen Hörsysteme, sind heute in der Lage, diese Probleme zu erkennen und sehr gut auszugleichen. Das wiederhergestellte Gehör sorgt dafür, dass alle Informationen wieder zum Gehirn vordringen und dort verarbeitet werden können. „Das verbessert nicht nur die Teilhabe am Leben, sondern trainiert auch wichtige Areale im menschlichen Gehirn“, so Carola Ise.

Ise Hörgeräte Bremerhaven
Grashoffstraße 28
Tel: 0471/9262222

Bürgermeister-Smidt-Straße 108
Tel: 0471/4829611

Hafenstraße 141
Tel: 0471/9545642
www.ise.hoergeraete.de


 AGB   |   Datenschutz   |    Impressum