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// Musik
07.05.2018
Von: gbm

Ein Dachs auf elektronischer Mission

Max Wiegands Traum geht weiter… wenngleich er sich von Moment zu Moment immer mehr mit der Realität mischt. Als Max zusammen mit Bruder Malte 2002 in Bremerhaven die Formation „Pilefunk“ gründet, liegt die Messlatte schon ziemlich hoch. Dieses Quintett will anders sein als die anderen. Ziemlich flott nabeln sie ihren Stil von einstigen Vorbildern ab, arbeiten akribisch an ihrem „Space Rock“, touren erfolgreich von jeder verfügbaren Steckdose zu immer größer werdenden Anschlüssen. Cuxhavens Deichbrand-Festival, dann der 22. Platz von mehr als 700 Bewerbern beim „MTV-Schooljam“, Niedersachsens „Local Heroes“-Endspiel, das sind Stationen von gestern. Das gilt eigentlich auch für den Sieg beim Band-Wettbewerb „So klingt Berlin“ 2007, aber diese Top-Platzierung in der Landeshauptstadt ändert mit einem Schlag alles. Der Sommer des darauf folgenden Jahres treibt sie ein weiteres Mal in das vermeintliche Haifischbecken, wo sie ein Konzert im „Cassiopeia“ in Friedrichshain spielen. Berlin, lass fallen Anker.


Max Wiegand

Max Wiegand (Foto: Nils Stelte)

2009, kurz nach dem Umzug, benennen sich Pilefunk in „This could be yours“ um, und dieses Flaggschiff der Bremerhavener „Auswanderer“ erobert die Herzen der Berliner im Sturm. Nach diversen Umbesetzungen fehlt 2014 der treibende Wind in den Segeln. Max ist mit seinem Studium fertig, das Ende einer intensiven Beziehung, eine neue Tonsprache muss her. Nach zwölf Jahren hat er das Gefühl, mit der Band musikalisch alles gesagt zu haben. Das gitarrenlastige Klangbild hat nicht mehr den Rahmen, in dem er sich selbst sieht.

Max startet ganz neu durch, erlernt den Umgang mit der elektronischen Musik und genießt den Zauber, der allem Neuen inne wohnt. Ganz natürlich ziehen seine Gedanken hin und wieder in die Heimatstadt an der Weser. Hier in der Großstadt bieten sich allerdings Möglichkeiten, Musiker und andere wichtige Ansprechpartner in Hülle und Fülle, wenn Not am Mann sein sollte. Das Projekt „Badger“ (der Dachs) ist geboren. Nur Levin Siert ist bei Live-Konzerten anfangs hin und wieder dabei, weil er diesem Gitarrenmann aus „alten Tagen“ beim Umsetzen seiner Ideen blind vertraut. Dessen erfolgreicher Ausflug in die Gastronomie lässt andererseits leider nur wenig Raum für das „Livehaftige“.

Seinen Platz übernimmt dann Sean Prieske, den Max noch als hervorragenden Saitenfuchs aus den Tagen an der Humboldt Universität kennt. An den Drums sitzt Friedemann Pruß. Auf zu neuen Ufern, die da fernab von allem liegen, was bisher angesteuert wurde. Badger ist ein modernes, besser, zeitgemäßes Popmusik-Projekt, das für verschiedenste Einflüsse offen ist. Musik und englische Texte, alles Max der Dachs. Durchweg haben die Kompositionen des „Grimbart“ Ohrwurm-Charakter. Was im Moment mit der Musik finanziell noch nicht für seinen Lebensunterhalt reicht, das kommt über den Job als freier Redakteur rein. Egal, wie sehr der Protagonist die Studioarbeit, bei der er eng mit dem chilenischen Freund Paulo Sapiain und dessen Studio „Chitakay Soundlab“ kollaboriert, auch liebt, noch stärker ist der Bremerhavener auf lebendige und dynamische Auftritte mit seiner Band fokussiert. Die halten Badger erst einmal im Gespräch und machen Werbung für seine starke erste EP.

WWW.BADGERISM.COM


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