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// Musik
14.11.2018
Von: gmb

Metal-Twister: Wichita Falls – mehr als eine Laune der Natur

Heute, in der Zeit des Internets, ist es bestimmt nicht die dümmste Idee, sich als Band den Namen einer mittelprächtig bekannten Stadt im Ausland zu geben. Wer immer diese Stadt sucht, würde auch auf den Bandnamen stoßen. Wichita Falls, fünf beinharte Rock-Knechte mit Wurzeln im Cuxland, haben es so gemacht. Gründungsmitglied Wolfram Burda (Keyboards, Vocals) liebt Tornado- und Twister-Filme über alles. Wichita Falls in Texas, USA, wurde 1978 von einem Tornado fast dem Erdboden gleichgemacht. Traurige Berühmtheit. Der Band hat es aber diverse Webseiten-Klicks und somit eine Menge Fans in der Ferne gebracht.


Metal-Twister: Wichita Falls – mehr als eine Laune der Natur (Foto: Thorsten Ernst)

Metal-Twister: Wichita Falls – mehr als eine Laune der Natur (Foto: Thorsten Ernst)

Liegt es nun nahe, dass Uwe Reese (Schlagzeug), Matthias Büsing (Sologitarre), Dennis Steinhoff (Rhythmus Gitarre), Daniel Neckien am Bass samt Namensgeber „Wölfi“ demnächst ihre Koffer packen, um Konzerte auf der anderen Seite des großen Teiches zu geben? Natürlich nicht. Als sie sich 2006 als Newcomer noch Category V (höchste Sturmstufe) nannten, waren da auch keine Ambitionen, sich bei jedem Wetter vom Deich blasen zu lassen. Die Richtung dieser Formation ist jedenfalls klar, vom fetten Naturkatastrophen-Rock bis zum melodischen Metal ist alles drin. So haben sie sich einst gefunden, fünf verschiedene Charaktere mit ebenso vielen musikalischen Vorlieben.

Waren die eigenen Texte damals noch in ihrer Muttersprache, sind sie heute englisch – sollte es irgendwann doch mal in fremde Länder gehen. In der näheren Umgebung oder in der Seestadt ist es jedenfalls extrem schwierig, mit ihrem Genre an Gigs zu kommen. Relativ weit entfernte Städte zu bereisen, ist für Wichita Falls also nicht ungewöhnlich. In Hamburgs legendären Clubs „Knust“ oder dem „Logo“ werden sie selbst bei starker einheimischer Konkurrenz mit offenen Armen empfangen. Das spornt an, lässt weiterhin mit Euphorie am eigenen Material arbeiten. Mag schon sein, dass ein gecovertes Programm mehr Konzerte auf den Kalender bringen würde, vielleicht sogar höhere Gagen für die Bandkasse. Das ist aber nicht ihr Anspruch, das ist nicht der Spaß, den sie suchen. Sollte dennoch hin und wieder eine fremde Interpretation ihren Weg ins Repertoire finden, dann ganz sicher nur deshalb, weil die eigenen Werke noch kein abendfüllendes Programm ausmachen.

Liebend gern würden sie öfter als nur einmal in der Woche im Proberaum des Rock Center auflaufen und sich in ihre Musik vertiefen, gespannt erleben, wie jedes Stück wächst und gedeiht. Ihre Jobs, teilweise im Schichtdienst, lassen das leider nicht zu. Deshalb sind die Stahltrossen-Cuxländer ganz besonders stolz auf ihr zweites Album „Landfall“, das in Lübeck bei Lasse Lambert im LSD-Studio eingespielt wurde. Nicht nur, dass es eindeutig transparenter und knackiger klingt, als ihr in Eigenregie produziertes Erstlingswerk, dabei natürlich auch wesentlich kostspieliger ausfiel. Die komplette Band hat in allen Bereichen mächtig dazugelernt. Das allein war den Trip nach „SLH“ schon wert.

Mittlerweile werden Songs für die nächste Scheibe gesammelt. Es ist ihnen natürlich nicht entgangen, dass man heutzutage mit der passenden Software und einer guten Portion Know-how schon recht professionelle Aufnahmen in den eigenen vier Wänden machen kann. Probieren geht über Studieren, wenn man sich weiter entwickeln will. Fest eingewickelt ist auf alle Fälle das nächste Konzert im Rock Center am 7. Dezember 2018 zusammen mit Symptoms of Decay, Definition of Insanity und Flax. Dann wird auch der letzte Gast mitbekommen, weshalb Wichita Falls in Hamburg so erfolgreich waren.

www.wichita-falls-metal.de


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