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// Musik
14.02.2019
Von: gbm

Razor Punch

Rasierklingen-Rock aus dem Cuxland


Foto: KL Photography

Foto: KL Photography

Mitten im Elbe-Weser-Dreieck liegt Wanna. Nur etwas mehr als 2.200 Seelen zählt der idyllische Ort, aber auch hier hört man Radio und Rock’n’Roll, noch besser, man spielt ihn sogar. 2011 schließen sich nämlich im Cuxland fünf Hard Rocker zu Razor Punch zusammen und machen sich sofort ans Werk, eigenes Material zu schreiben. Das hat sich bis heute mehr als bezahlt gemacht; denn die ständig wachsende Fangemeinde dankt es ihnen mit vollen Häusern.

Natürlich möchten Marco Scheiper (Gesang), Tobias Henschel (Gitarre), Thore Eckhoff (Gitarre), Nico Schult am Bass und Schlagzeuger Jonny Müller in keine Schublade gesteckt werden, wer will das schon, zum Begriff „moderner Hard Rock“ bekennt sich die Formation aus dem nördlichen Landkreis aber einhellig. Und den kreieren sie gemeinsam bei geschlossenen Fenstern. Das müssten sie gar nicht. Die Nachbarn lieben Musik und halten fest zu ihnen. Interessant ist dabei die doch recht eigenwillige Arbeitsweise der Gruppe bis zum fertigen Song. Erst kommt das harmonische, möglicherweise auch improvisierte Gerüst, zu der Sänger Marco eine Melodie summt, hin und wieder ein paar Worte einstreut, die zum Sound passen, bis am Ende des Tages dann ein kompletter Text mit thematischem Inhalt dabei rüberkommt. Das ist nicht immer so, sagen sie, aber oft genug, um es zu erwähnen.

Worum geht es bei den Themen? Nun, im Hard Rock eher um Bier als um Eierlikör, aber auch innere Zerrissenheit, Versuchungen, Dinge, die in der Welt schief laufen. Die musikalischen Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder sind durchaus verschieden, passen aber letztlich doch ganz ausgezeichnet, weil sie von ihnen wie bei einem Delta in das Meer der Gemeinsamkeit gelenkt werden. Es muss blitzen wenn die Gitarren Starkstrom rotzen, grollen wenn Nico den Bass bedient, es muss donnern wenn Jonny in die Vollen geht und seine Felle schlägt, als hätten sie ihm die Erdnüsse aus der Butter geklaut. Es soll kicken, es soll explodieren mit jedem Titel, gute Laune verbreiten und ihnen selbst so viel Spaß bereiten, dass niemand aus der Menge daran vorbeikommt. Das funktioniert im Proberaum, setzt sich erwiesenermaßen auf der Bühne fort, und genau so soll es auch beim Debüt Album passieren, an dem Razor Punch gerade bastelt. Es soll eine Kompilation werden, die gewissermaßen jedem in der Band, wie gleichermaßen den Fans zusagt. Theoretisch könnte man gleich eine „Best-of“ CD herausbringen. Das mag lustig klingen, spiegelt aber auch die Verbundenheit zu ihrem Publikum.

Nicht immer können ihre treusten Fans zu jedem entlegenen Auftrittsort anreisen. Dann heißt es, sich mit den Leuten zu verbrüdern, die da unten vor ihnen per manu cornuta (gehörnte Hand) Sympathie kundtun. In Italien wird die „Pommes Gabel“ dagegen ja als vulgäre Geste verstanden. So what! Das interessiert die Jungs aus Wanna nicht die Bohne; denn da kommen sie maximal im Urlaub hin. So geht es weiter von Konzert zu Konzert, von Festival zu Festival (Deichbrand, Full Metal Mountain), und auch Bandwettbewerbe, wie überhaupt Möglichkeiten zur Live Mucke, die sie für attraktiv erachten, werden nicht ausgelassen. Natürlich steht über allem das traumhafte Ziel: Wacken. Weniger Traum, eher realistisch ist die Veröffentlichung ihres ersten Silberlings „Tell me your secret“ im Mai/Juni 2019. Razor Punch, we wanna hear it.

SA., 16. FEBRUAR | 20.00 UHR
IM KAPOVAZ IN BREMERHAVEN
WWW.RAZORPUNCH.DE


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