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// Musik
06.08.2018
Von: gbm

Rock-Reise durch alte und neue Zeiten

Wollte ein ambitionierter Musiker in den frühen Jahren eine Band gründen, frequentierte er möglichst viele Konzerte anderer Amateure, um entweder unter den Besuchern Gleichgesinnte zu treffen oder seinen Favoriten gleich von der Bühne weg abzuwerben. Heute geht sowas über Facebook und andere soziale Medien viel einfacher, besonders wenn man irgendwo im Landkreis mutterseelenallein auf seinem Verstärker verkümmert. Nach den schriftlichen Vorgesprächen liegt danach ein verbales Auge-in-Auge-Getränk nahe, um herauszufinden, ob sich ein gemeinsamer Ausflug lohnen könnte. Bei der Beverstedter Formation Passenger on Earth war es jedenfalls so.


Passenger on Earth

Passenger on Earth (Foto: Sabrina Jung)

Martin Ihns (Gitarre, Gesang), Janina Gutsche (Gesang), Stefan Likendey (Keyboard, Gitarre, Gesang), Robert Stampaert (Gitarre), Rado Lovric am Bass und Schlagzeuger Frank Bobrink sind nicht von dem Anspruch beseelt, eine steile Karriere hinzulegen. Die Basis soll Freundschaft sein, die Musik ihre gemeinsame Liebe. Der nächste Schritt ist ein Programm, mit dem Fans gewonnen werden können. Die klassischen Helden von früher zu interpretieren, die man nur selten oder gar nicht mehr zu hören bekommt, das wäre ein guter Anfang. Dabei geht es PoE nicht um Perfektion, eher um spürbare Leidenschaft, also das, was beim Publikum Wirkung zeigt. Es wird gerockt, bis die Latschen in den letzten Zuckungen liegen und das letzte Händepaar endlich nicht mehr im Gegentakt klatscht.

Höchste Zeit, an die Börse zu gehen? Nein, natürlich nicht, sie sind ja erst seit zwei Jahren eine funktionierende Band. Gut Ding will Weile haben. Ihr Proberaum in Beverstedt-Wollingst wird zu ihrem zweiten Zuhause. Wenn alles Wichtige besprochen worden ist, der erste Ton den Verstärker verlassen hat, dann sind sie in ihrem Element. In den Pausen, wenn eigentlich Stille einkehren sollte, um neue Energie zu sammeln, hat häufig immer noch jemand sein Instrument in der Hand. Fernab des Materials, das gerade geprobt wurde, greift er wie zufällig eine Tonfolge, die seinem momentanen Gefühl entsprungen ist. Die anderen steigen ein und es entwickelt sich wie aus dem Nichts etwas wunderbar Eigenes.

Der Texter verlangt nach einer Dauerschleife, nochmal und immer wieder. Dann lässt Zufriedenheit die Saiten und Tasten ruhen, nur der große Zeh des Drummers wippt weiter im Takt des gerade Geschaffenen. Das alles zusammen nun gleich als den Soundtrack ihres Lebens zu bezeichnen wäre übertrieben, aber es macht glücklich ohne Ende.

Weil ihr Programm mit Titeln, die sie alle favorisieren und bewegen, angenehm kurzweilig und gut gegen depressive Monotonie ist, die zu Hause bei Manchem hin und wieder aus der Stehlampe tropft, vervielfacht sich bei Konzerten die Zahl derer, die an die „guten, alten Zeiten“ erinnert werden oder einen „lass ma‘ tanzen“-Abend erleben wollen. Einen neuen konkreten Termin gibt es derzeit nicht, aber zusammen mit den Veranstaltern des Beverstedter Herbstmarktes wollen sie ein Benefizkontert für das Kinderhospiz „Löwenherz“ organisieren, das im September stattfinden soll.


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