Abo   |   Ausgaben   |   Kontakt   |   RSS-Feed   |   Sitemap   |   Suche   |    Werben im LAUFPASS
LAUFPASS - das Online-Portal fr Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
Das Online-Portal für Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
 Startseite   |   Nachrichten   |   Kultur   |   Termine   |   Sport   |   Freizeit   |   Gesundheit   |   Lifestyle   |   Gastronomie   |   Ratgeber   |   Branchenbuch
|   Kunst   |   Musik   |   Theater   |   Medien   |   Kolumne   |   Archiv   |
// Musik
15.02.2011
Von: gbm

Simeon Soul Charger - Alternativer Hippie Rock in aktueller Independent Verpackung

Wenn es um eine Band „ohne Namen“ und ihre Musik geht, dann ist ein Thema immer inbegriffen, das von der Wiederholung lebt. Ungeachtet der hervorragenden Qualität der Künstler: wer verpflichtet eine unbekannte Formation, und wer besucht ihr Konzert? Eine hervorragende Reputation ohne Hit zählt in fernen Landen und selbst in der Heimat wenig. Manche Bands sind aber durch ihren Stil nicht für die Charts gemacht. Sie müssen sich ihren Namen erspielen und darum geht es bei Simeon Soul Charger aus Ohio, USA, die in diesem Frühjahr durch die Republik touren.


Vier energetische Jungs aus Amiland hatten das, was manchmal dem Tüchtigen widerfährt, ein Schweinchen namens „Glück“. Ein deutscher Musikmanager entdeckte Simeon Soul Charger bei einem Konzert im New Yorker „Arlene’s Grocery“ und bot ihnen vom Fleck weg eine kleine Tour durch deutsche Lande an. Deutschland ist wegen seines dritten Platzes auf dem weltweiten Schallplattenmarkt ein gern genommenes Pflaster, nicht nur für Künstler jenseits des großen Teiches und die Band sagte spontan zu. Im Gepäck haben sie ihre beiden Scheiben (EPs) „Simeon Soul Charger“ und „All Rather Dead“, die vor der geplanten Tour nach einer neuen Auflage verlangten, weil sie bereits nach den ersten Auftritten vergriffen waren.

Ihr Name ist schnell erklärt. „Simeon“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „aufmerksames Zuhören“. Wer das hinbekommt, dem wird die Seele aufgeladen. Nein, natürlich nicht jedem, denn es setzt voraus, dass man ihre Musik, die sich zwischen der psychedelischen 70er Hippie-Ära und dem aktuellen Independent Sound bewegt, auch mag, zumindest bereit ist, sich ihr zu öffnen.

Kopf und Frontmann der vier jungen Amerikaner, Aaron Brooks, besitzt ein nahezu unbegrenztes Volumen in den Stimmbändern und das zeigt er gern, unter anderem bei dem 15-minütigen, bezeichnenden Titel „Swallowing Mouth“. Schlagzeuger Joe Kidd hat Spaß dran, die Bühne beben zu lassen, ganz besonders bei der Nummer „Trigger“, Gitarrist Rick Phillips schmust verzaubernd bei Balladen mit den Saiten seiner Fender, besticht im nächsten Moment durch aufregend explodierende Soli, die dem großen Hendrix Freude gemacht hätten. Bassist Spider Monkey grooved an der Basis, als ginge es darum, das Adjektiv „fett“ neu zu definieren. Zusammen transportieren die Vier eine geballte Ladung Energie, der man sich weder optisch noch akustisch entziehen kann. Und exakt das tun sie momentan mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch den Westen ihrer Heimat.

Wo also soll man diese außergewöhnliche Formation in der Seestadt spielen lassen, ohne das Risiko eingehen zu müssen, da steht ein aufregendes Konzert im Kalender und niemand geht hin? Eine Musikkneipe, wie die von „Kuddel“ in der Potsdamer Straße, wird bei jeder Band bestens frequentiert. Das wäre also die beste Möglichkeit, sein Programm vor vollem Haus zu präsentieren. Am Samstag, 19. März, geben Simeon Soul Charger dort ab 20 Uhr ihr Debüt. Vorher spielen sie am 16.03. auf der MS „Treue“ in Bremen, einen Tag danach (17.03.) im Hamburger „Kaiserkeller“ und am Freitag, 18.03., in Bostelmanns Saal in Frelsdorf, von dem man weiß, dass er seine Bühne nur für Künstler frei gibt, die ein Gütesiegel tragen. Also, Freunde der gehobenen und alternativen Pop Musik, let them charge your soul.


www.simeonsoulcharger.com


 AGB   |   Datenschutz   |    Impressum