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// Musik
13.05.2019
Von: gbm

The Bourbon Preachers

Trinkfest aber nicht heilig


Bourbon Preachers (Foto: Kirstin Oestmann)

Bourbon Preachers (Foto: Kirstin Oestmann)

Wenn ein deutscher Black Metal Musiker von heut auf morgen zur Country Musik umsattelt, dann ist das schon bemerkenswert. Malte Helmhold aus der Seestadt, seit 12 Jahren Sänger der Folk- Black-Metaller Rabenwolf, findet in seinem Arbeitskollegen Stefan Hartlein (Gitarre) einen überzeugten Mitstreiter. Die Bourbon Preachers sind geboren.

Na ja, noch nicht ganz. Ein paar zusätzliche Recken müssen da noch her, damit das Ganze auch die gewünschte Power erzeugen kann. Als der Bremerhavener Rock Cyclus e.V. im Herbst 2018 die Aktion „Spiel meinen Song“ initiiert, melden die beiden sich schon mal als Band an, in der Hoffnung, zeitnah interessierte Kollegen zu finden. Lucian Fiedler (Solo Gitarre), Rado Lovric (Bass) und Timo von Roden am Schlagzeug müssen nicht lange überredet werden, steigen dazu und komplettieren den Country Rock Express. Hat eine Formation mit dieser Musikrichtung aber in unserer Republik überhaupt noch eine Überlebenschance, nachdem die amerikanischen Besatzer wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind? Oh ja, und wie! Die erst im Sommer 2017 formierten Bourbon Preachers aus der Seestadt bewiesen das am 30. März diesen Jahres überzeugend beim SPH Band Contest (Lagerhalle, Bremen), indem sie mit dem Belegen des 1. Platzes ihre Konkurrenz hinter sich ließen. Zuvor war es schon der 2. Platz, der sie ins Finale führte. Das zeigt nicht nur, dass die Fünf auf einem guten Weg sind, das motiviert und inspiriert sie auch, neues, eigenes Material zu erarbeiten. Maltes Bandgenossen sind erprobte Rock’n’Roller und haben in diversen anderen Besetzungen gespielt. Oder sie tun es noch. Das hat nichts mit einem zweiten Standbein zu tun. Alle haben einen Job, der sie durch jeden Winter bringt. Es ist die Arbeit an neuen Stücken, das gemeinschaftliche Proben und das live Musizieren, das immens viel Adrenalin freisetzt und der Seele so verdammt gut tut. Stefan komponiert auf der Sechssaitigen und Malte führt die Feder zu den Texten. Alle möglichen Themen sind gefragt. Wo zwickt die Milz, warum drückt zu viel Bourbon mehr im Schädel als gar keiner, oder weshalb donnert das Herz, wenn man einem hübschen Mädel hinterher sieht, das doch schon seit einer Ewigkeit zu einem gehört. Als recht gelungenes Debüt präsentiert die Band ihre erste Mini CD in kleiner Auflage mit dem Titel „The Royal Barber Club“, gemixt und gemastert im Bremerhavener Bozo Studio. Sollte es doch mal passieren, dass ein Fremdtitel den Weg in die engere Auswahl schafft, dann wird er selbstredend interpretiert, sozusagen umgemodelt, dass er zum hauseigenen Stil passt. Je weiter weg das Original dabei von der ursprünglichen Richtung der Bourbon Preachers ist, desto besser. So geschehen bei ihrem letzten Coup, der zumindest aus ihrer Sicht gelungenen Umwandlung des Motörhead Hammers „Ace of Spades“. Solch ein Ergebnis garantiert jedes Mal grandiose Laune, und insgeheim wünscht sich wohl der Eine oder Andere, dass die großen Vorbilder ihre Version mal zu hören bekämen. Jetzt freuen sich alle erst einmal auf das anstehende Konzert am 15.06. im Rahmen der Langen Nacht der Kultur. Das findet auf dem Gelände des Rock Cyclus beim „Rock am Fleeth Festival“ mit vielen anderen Bands statt. Da wird es keine Konkurrenz geben, die man „schlagen“ muss, da geht es um eine erfolgreiche Veranstaltung unter Freunden und Kollegen, auf der sie ihr Publikum begeistern, und zum „auf die 2 und die 4 Klatschen“, oder ggf. zur Rockabilly-Pommes Gabel animieren wollen.


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