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// Musik
14.02.2018
Von: gbm

Trifft den Kern

Die drei rock- und rollenden Küstenjungs zählen zweifelsohne zum engeren Kreis der talentierten Newcomer in der Bremerhavener Musikszene. Die Verbundenheit zur Seestadt und zum Maritimen möchten sie mit ihrem Namen unterstreichen, der in etwa „Segel setzen“ bedeutet. Ihren Stil nennen sie Shanty Core Melodic Rock. Alles drin, was draufsteht. Zumal der eine oder andere Text in ihren Liedern mit der Seefahrt zu tun hat. „Shanty“ ist eine bekannte Form des Seemannsliedes, „Core“ sowas wie „Kern“, und „Melodic“ muss man nicht erklären. Wie auch immer, die Segel sind gesetzt und 2012 beginnt der jungfräuliche Törn.


Clapping on Canvas

Clapping on Canvas (Foto: Daniela Wittenberg)

Das Trio, bestehend aus Christian Butt (Gitarre, Gesang), Mathias Klich (Bass) und Schlagmann Jan Seidelmann, muss im Laufe der Jahre die eine oder andere Flaute in Kauf nehmen. Das ist normal. Den Wind kann man leider nicht fangen. Wenn aber alle in einem Boot sitzen und zielstrebig rudern, geht es trotzdem voran. Inspiriert durch ihre Helden von Dredg, The Carrier oder Fall out Boy, basteln die Jungs unaufhörlich mit wachsender Begeisterung an ihrer Karriere und eigenen Songs. Das erste Konzert in Cuxhaven beim „Watts Up Festival“-Bandwettbewerb hinterlässt hörbaren Erfolg beim Publikum.

Eine kleine aber feine Fangemeinde reist ihnen sogar bis ins Cafe de Fiets hinterher, wo die Drei einen gekonnten Unplugged-Auftritt hinlegen. Mit Smartphone und selbst gebasteltem Handstativ nehmen sie in Eigenregie ihr erstes Musikvideo „Counting“ auf. Kreativität scheint nur eine ihrer vielen Stärken zu sein. Der ursprüngliche praktische Zweck des Shanty als Arbeitslied stand bei den Seeleuten ja immer an erster Stelle. Sprachliche und musikalische Aspekte spielten dagegen kaum eine Rolle. Es war allein wichtig, dass der Shanty die Arbeit unterstützte. Das ist bei Clapping on Canvas anders. Jan, obwohl eigentlich Schlagzeuger, komponiert und arrangiert auf der Gitarre das meiste Material um die spannenden Geschichten seiner Mitstreiter Christian und Mathias. Im Kollektiv wird dann ein Ganzes daraus, das sich durch individuelle Sounds deutlich von anderen Formationen unterscheidet. Christian erzeugt mit seiner Sechssaitigen einen unaufdringlichen Klangteppich durch geschicktes Einsetzen seiner Effektpedale, Mathias liefert am Bass die fundierte Breitwand und schickt gelegentlich „Shouts“ durchs Mikrofon, wie zur Zeit der Großsegler die gebrüllten Befehle des Shantyman, während Jan mit seinem exakten Schlag das Schiff auf Kurs hält.

Wer nun glaubt, hier eine weichgespülte Form von maritimen Seemannsliedern zu erleben, der irrt gewaltig. Da kommt melodischer, elektrischer Kraft-Rock von der Bühne. Ein vierter Mann, vielleicht ein weiterer Gitarrist, steht bei den Bremerhavenern auf der Wunschliste. Im vergangenen Jahr überzeugten Clapping on Canvas ihr Publikum im Rock Center neben Heart Ovt (Leipzig) und Ivanca (Bremen) kurzzeitig zu viert. Erfrischende Unterstützung gab es nämlich von Gastsängerin Nele Schäfer, die sich mit ihrer markanten Stimme für drei Songs nahtlos in das Trio einfügte – so, als wäre es nie anders gewesen. Sicherlich nicht ganz einfach für sie, da sich ihre drei Kollegen keinen Konventionen unterordnen, wie sie sagen, und es als unproduktiv empfinden, sich ständig an einem Genre zu orientieren.

Wer sich gern vor dem Besuch eines ihrer nächsten Konzerte einen Vorgeschmack holen möchte, der kann sich auf Youtube gleich mehrfach bedienen. Es hat zwar ein bisschen gedauert bis zum ersten Silberling, weil man sich aufs Songwriting konzentrierte, aber irgendwann in diesem Jahr geht es endlich an die erste EP. Eingespielt werden soll sie im Rock Center unter der Leitung vom erfahrenen Dominik Rühaak (I-M-U), bei dessen Feingefühl und Know-how man sich darauf verlassen kann, dass es ans Optimum geht.

WWW.FACEBOOK.COM/CLAPPINGONCANVAS



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