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// Musik
06.08.2018
Von: gbm

Von Tüdelkram und Seemannsgarn

Bei dem Begriff „Matrose“ denkt man wohl weniger an „Mattengenosse“ (aus dem Niederländischen) als an das weite Meer, das Schifferklavier, an Pfeife und Rum. Hendrik Reim und Kim Gerriets, zwei Bremerhavener Jungs, zwei echte Küstenkinder, sind noch nie zur See gefahren, aber sie reiten dieselbe Welle, wenn es um Musik geht. Jazz, Rock, Hip Hop, davon gibt es genug bei uns, sagen sie, sie wollten schon lange etwas Lustig-Maritimes auf die Planken bringen.


Henki's Hafenmucke

Henki's Hafenmucke (Foto: Arkadius Rojek)

Sechs Jahre kreuzen sich schon die musikalischen Wege von Hendrik und Kim, und an jeder Kreuzung gab‘s bis dato eine Tasse Rum, geklimperte Geschichten, aus der sich diverse angetörnte Ideen entwickelten. Jetzt gibt es diese Kreuzung nicht mehr. Der Weg ist unter dem Namen Henki‘s Hafenmucke ein gemeinsamer geworden. Manchmal dauert es eben ein Weilchen, bis man außergewöhnliche Gemeinsamkeiten entdeckt. Nur zu musizieren reicht Hendrik und Kim allerdings nicht. Die Leute vor der Bühne sollen bei jedem Auftritt den Alltag hinter sich lassen können. Ihr einziger Anspruch: ehrlich, authentisch sein und Freude verbreiten. Das mag sich einfach anhören, ist es aber nicht.

Menschen zum Lachen zu bringen setzt für den Künstler ernsthafte Arbeit am Programm voraus. Wenn der Vortrag gekonnt ist, bekommt das wiederum niemand mit. Im Gegenteil, ihre Darbietungen wirken unglaublich locker, spontan und entspannt. Alle Texte, mal versteckt kritisch, mal oben, mal unten, selten in der Mitte, meistens kompromisslos heiter, stammen aus eigener Feder. Bei den Melodien bedienen sie sich an bekannten Gassenhauern oder erfinden selbst welche. Während der Auftritte lässt Henki‘s Hafenmucke sich und dem Publikum genügend Platz für Improvisation, und sollte ein Scherz mal zu derbe sein oder unverstanden bleiben, lacht das Duo vor, um zu zeigen wie‘s geht.

Kazoo und Nasenflöte – das Instrumentarium ist überschaubar und genial einfach, sieht man mal von ihren Sechssaitigen ab, die sie ja schon seit Jahren im Griff haben. Dabei soll es aber nicht bleiben. Um auch klanglich variieren zu können, nehmen beide Unterricht am Akkordeon und am Keyboard. Noch ist leichtes Gepäck leicht auf dem Weg, aber in absehbarer Zeit werden ihre PKW nicht mehr ausreichen, um ihr Equipment zu transportieren, wenn es wunschgemäß zur „Kieler Woche“ oder zum „Hamburger Hafengeburtstag“ geht. AM 24. August darf man sich in Kuddels Musikkneipe auf die beiden Originale aus der Seestadt freuen, und am 1. September sind sie zu Gast im „Wümmeblick“ in Bremen- Lilienthal.


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