Abo   |   Ausgaben   |   Kontakt   |   RSS-Feed   |   Sitemap   |   Suche   |    Werben im LAUFPASS
LAUFPASS - das Online-Portal fr Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
Das Online-Portal für Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
 Startseite   |   Nachrichten   |   Kultur   |   Termine   |   Sport   |   Freizeit   |   Gesundheit   |   Lifestyle   |   Gastronomie   |   Ratgeber   |   Branchenbuch
|   Kunst   |   Musik   |   Theater   |   Medien   |   Kolumne   |   Archiv   |
// Musik
13.11.2017
Von: gbm

Zwischen Tradition und Moderne

Was war zuerst da, das Fischerhemd oder der Shanty? Die Frage ist schnell, zumindest wesentlich einfacher zu beantworten, als die von der Henne und dem Ei. „Arbeitslieder der Matrosen“ wurden schon um 1500 gesungen. Da gab es weder blau-weiß gestreifte Hemden noch rote Seemannsknoten. Früher, zur Zeit der frachtfahrenden Großsegler, klangen Shantys auch anders als heute. Laut gebrüllte Befehle des Shantymans gegen das Brausen des Sturmes wurden von der Mannschaft im Stil eines Wechselgesangs mit einem „Haul“ („Hau-ruck“) beantwortet und mit dem gleichzeitigen Zug am Tau ausgeführt. Der Shantychor Dorum oder „die Jungs vom Nordseedeich“, wie er sich auch gern rufen lässt, hat sich mit dem Wechsel des neuen Chorleiters von der traditionellen Kluft und dem herkömmlichen Programm losgesagt. Das Bild gehört also zumindest kleidungstechnisch der Vergangenheit an.


Shantychor Dorum

Shantychor Dorum (Foto: Markus Münch)

Seit Juli 2017 hat Hans-Dieter Franke, einst Kopf der Landkreis-Pop- Helden Cracker Jack, die Aufgaben von Mariola Hoss-Hillmann aus Cadenberge, die den Chor 10 Jahre mit Hingabe leitete, übernommen. Franke weiß aus seinen aktiven Tagen bei der erfolgreichen Top-40-Band, die sich einer recht beträchtlichen Konkurrenz erwehren musste, dass die akustische Nähe zur Seefahrer-Romantik allein nicht reicht. Man muss anders sein als die anderen, sich anders kleiden, sein Programm anders vortragen. Sonst geht alles im Überangebot unendlich vieler Shantychöre unter.

Das recht bemerkenswerte Potential seiner „Mannschaft“ erkennt der einstige Bandleader und ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der „Cuxland Ferienparks GmbH“ bereits im Februar 2016 als Sänger mitten unter ihnen. Er fügt sich zwar nahtlos ein, in ihm wächst jedoch der unbändige Wunsch nach Veränderung der bereits seit 1977 existierenden, aber eben auch alter Tradition ergebenen und eingefahrenen Formation. Der Sound soll dem Zuhörer sofort und unverwechselbar ins Ohr gehen. 18 Männer, inklusive Keyboarder und Bassist und zwei zusätzlichen Akkordeonisten, sind natürlich nicht umgehend bereit, ohne Gegenwehr zu akzeptieren, dass die Moderne das Maß aller Dinge sein muss. Erst als die versuchsweise eingesetzten Neuerungen, z.B. eigene maritime Lieder aus der Feder des neuen Leiters und seines Komponisten- Teams – gespickt mit vom Band eingespielter Instrumente mit Rock-Elementen – beim Publikum Wirkung zeigen, verstummen auch die letzten Zweifler.

Applaus ist die größte Genugtuung für die Sänger, Erfolg bringt neue Konzerte. Von Oktober 2016 bis September 2017 dauern die Aufnahmen zur aktuellen CD „Wir segeln dem Teufel die Hörner ab“. Die Veröffentlichung der mit zwanzig eigenen maritimen Liedern und neu arrangierten Traditionalen bunt gemischten CD, aufgenommen im HDF-Studio in Langen, steht Ende November dieses Jahres an. Besonders stolz ist man auf die selbst komponierte Hymne zum 130. Jahrestag des Leuchtturms Obereversand, die auf der neuen Scheibe ebenfalls zu hören sein wird.

Was soll die Zukunft bringen? Der Terminkalender ist eigentlich prall gefüllt, gäbe es dieses Wort „eigentlich“ in unserem Wortschatz doch nicht. Die „Jungs“ wollen nämlich noch häufiger auf die Bühne und sehr gern auch mal ein bisschen weiter weg. Reise, reise, nach alter Seemannsweise. Eine weitere CD ist bereits in Vorbereitung. Dafür – und natürlich für die anstehenden Konzerte – proben die Dorumer einmal in der Woche. Interessierte und ambitionierte Sänger dürfen sich gern melden. An der Nordseeküste ist man offen für Veränderungen und kompetenten Zuwachs. Wer sich mit eigenen Ohren überzeugen möchte, der hat dazu am Samstag, dem 2. Dezember, um 15 Uhr auf dem romantischen Weihnachtsbasar im Seniorenheim in Dorum oder am nächsten Tag beim Adventskonzert in der St.-Urbanus-Kirche Dorum die Gelegenheit.



// ONLINE DURCHBLÄTTERN
LAUFPASS 04/17 (Aktuell)
LAUFPASS 03/17
LAUFPASS 02/17
Anzeige
Anzeige
Anzeige
// VERANSTALTUNGEN (HEUTE)
Newsletteranmeldung
Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:

 AGB   |   Datenschutz   |   Impressum   |    Mathilde_drop