Abo   |   Ausgaben   |   Kontakt   |   RSS-Feed   |   Sitemap   |   Suche   |    Werben im LAUFPASS
LAUFPASS - das Online-Portal fr Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
Das Online-Portal für Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
 Startseite   |   Nachrichten   |   Kultur   |   Termine   |   Sport   |   Freizeit   |   Gesundheit   |   Lifestyle   |   Gastronomie   |   Ratgeber   |   Branchenbuch
// Lifestyle
13.02.2017
Von: mb

Social Recycling: Gutes bewirken – mit Gerümpel, Altkleidern und Ausrangiertem

Recycling ist eine richtig gute Sache und das System für die Sortierung des Abfalls ist meist schon Grundschulkindern bekannt. Es ist eigentlich jedem klar, was in die Papier-, die Glas-, die Wertstoff- und die Biotonne gehört und wofür wir den Sperrmüll bestellen oder zum Grünschnitt-Verwertungshof fahren müssen. Doch nehmen es nicht alle so genau mit dem Sortieren, was zu einer erheblichen Verteuerung der weiteren Verwertungsprozesse führt – und wer weiß beispielsweise schon, dass es besser ist, wenn die Deckel der Behälter abgeschraubt sind und dass Verpackungen für die optimale Verwertung zwar nicht ausgewaschen, aber trocken sein müssen? Außerdem ist Recyceln schon an sich ein aufwendiges Verfahren, das Geld, Wasser und weitere Ressourcen verschlingt. Bei dem sogenannten energetischen oder thermischen Recyceln entstehen bei der Verbrennung sogar CO2 und giftige Aschen, Schlacken sowie eine ganze Reihe toxischer Substanzen, die nicht vollständig aus den Abgasen herausgefi ltert werden können.


Social Recycling

Social Recycling (Foto: wavebreakmedia/shutterstock.com

Es ist also wesentlich besser, Müll schon im Vorhinein bewusst zu vermeiden, als entstandenen Müll zu recyceln: nichts kaufen, das man eigentlich nicht wirklich braucht, nichts von schlechter Qualität und keine Wegwerfartikel. Wer weniger im Überfluss lebt und die

Dinge, die er gekauft hat, lange nutzt, wiederverwendet, repariert, upcycelt, verschenkt oder spendet, trägt nicht nur dazu bei, Ressourcen zu schonen, sondern kann damit auch noch Gutes tun! Das ganze Gerümpel, das wir nicht mehr benötigen: ausrangierte Drucker und Computer (egal ob funktionstüchtig oder nicht), Möbel, Fahrräder, Bücher, Klamotten, Haushaltsgeräte und andere Gegenstände, die für uns selbst wertlos oder uninteressant geworden sind, können für andere, die nicht so viel besitzen, noch wertvoll und hilfreich sein. Nicht nur für Menschen in Krisengebieten oder Flüchtlinge sind die Spenden ein Segen. Auch viele andere haben es aus unterschiedlichsten Gründen fi nanziell oft sehr schwer. Ob Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose, Alleinerziehende, Studenten oder Rentner – die Liste ist lang und der Bedarf groß.

Da verwundert es nicht, dass es inzwischen einen hart umkämpften Markt für wiederverwendbare Dinge gibt, auf dem kommerzielle Unternehmen die gespendeten Gegenstände gewinnbringend weiterverkaufen. Dabei versuchen sie gerne, den Anschein von sozialem Engagement zu erwecken. Dem Spender, der lieber möchte, dass seine Spende Bedürftigen zugute kommt, als dass sich der Empfänger selber daran bereichert, fällt die Auswahl der richtigen Anlaufstelle daher nicht leicht.

Es gibt aber nach wie vor zahlreiche seriöse Sammelstellen, deren Träger beispielsweise gemeinnützige Unternehmen, Vereine, Kirchengemeinden oder andere soziale Einrichtungen sind, die mit ihrer Arbeit wirklich etwas bewegen. Die soziale Funktion dieser Einrichtungen geht dabei oftmals über den Verkauf günstiger oder die Verteilung kostenloser Waren zur Unterstützung der wirtschaftlich schwachen Kundschaft hinaus. Sie sind zudem Arbeits- und Ausbildungsorte für Behinderte oder Arbeitslose, dienen so der Integration und bieten Perspektiven für Benachteiligte.

Die LAUFPASS-Redaktion hat für Sie eine Liste mit Anlaufstellen in Bremerhaven, Bremen und Cuxhaven erstellt, die die Redaktion nach bestem Wissen und Gewissen als seriöse Sammelstellen einschätzt. Diese Liste ist sicherlich nicht vollständig, doch verschafft sie einen guten Überblick über umliegende Sozialkaufhäuser, Behinderten- und Selbsthilfewerkstätten sowie Kleiderkammern. Der Verkauf richtet sich übrigens, anders als man vermuten mag, meist nicht nur an sozial schwache, sondern an jeden. Die Preise werden oftmals individuell ermittelt. Wer also eine Bescheinigung vom Jobcenter oder Sozialamt vorzeigen kann, erhält die Ware zu besonders günstigen Preisen oder kostenlos. Wer dagegen etwas mehr geben kann, gibt etwas mehr, kauft aber immer noch sehr günstig ein und unterstützt auch so den Erfolg des Projektes.


Auch Altkleidercontainer werden nicht immer für soziale Zwecke aufgestellt, obwohl dieser Anschein gerne erweckt wird. Woran Sie seriöse und unseriöse Altkleidersammler erkennen können, erklärt die Verbraucherzentrale: http://www.verbraucherzentrale.de/unserioese-kleidersammlungen--lukratives-geschaeft-mit-abgelegten-roecken-und-hosen



// ONLINE DURCHBLÄTTERN
LAUFPASS 03/17 (Aktuell)
LAUFPASS 02/17
LAUFPASS 01/17
Anzeige
Anzeige
Anzeige
// VERANSTALTUNGEN (HEUTE)
Newsletteranmeldung
Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:

 AGB   |   Datenschutz   |   Impressum   |    Mathilde_drop