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14.05.2019

60 Gründe für Europa

Warum wir Europa brauchen und warum Europa uns am 26. Mai braucht


Warum wir Europa brauchen (Fotomontage: jeschke . GfK)

Warum wir Europa brauchen (Fotomontage: jeschke . GfK)

01 Die EU garantiert seit 70 Jahren Frieden
Unsere Väter und Großväter zogen noch in den Krieg. Wir leben heute in dem Luxus, den europäischen Nachbarn vertrauen zu können. Ein Krieg innerhalb der EU ist unvorstellbar, Ostund Westeuropa sind vereint. Das gemeinsame Haus Europa sichert den Frieden. Welch ein Geschenk!

02 Wir sind Europa: Wir haben einen Europatag, eine Europaflagge und eine Ode an die Freude
Seit dem Jahr 2000 hat die EU einen Leitspruch: „In Vielfalt geeint“. Das Motto bringt zum Ausdruck, dass die EU die vielen verschiedenen europäischen Kulturen, Traditionen und Sprachen respektiert. Mit der Europafahne, dem Europatag und der Europahymne hat die EU gemeinsame Symbole.

03 Nur gemeinsam kann sich Europa in der globalisierten Welt behaupten
Heute leben in der EU über 500 Millionen Menschen, das ist mehr als die Bevölkerung der USA und Japans zusammengenommen. Damit machen wir Europäer acht Prozent der Weltbevölkerung aus – 2050 wird der Anteil aber nur noch fünf Prozent betragen. Die Faktenlage ist simpel: „Die Welt wächst. Und wir schrumpfen", beschreibt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker diese Entwicklung. In einer globalisierten Welt mit ihren vielfältigen Herausforderungen ist kein EU-Staat mehr groß genug, um sich alleine zu behaupten.

04 Wir streiten und finden zusammen – das ist wie in einer großen Familie
In jeder Familie gibt es Streit, auch in einer guten. Die EU macht da als Familie der europäischen Staaten keine Ausnahme. In vielen Fragen gibt es oft heftige Diskussionen – aber am Schluss steht immer der Kompromiss.

05 Europäische Werte sind in unseren Genen: Die EU inspiriert andere in der Welt
Seit 70 Jahren Frieden, der auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit baut. Mit seinen Werten und seiner Lebensform ist Europa weltweit Vorbild für Veränderungen und demokratischen Wandel.

06 Europa ist die beliebteste Urlaubsregion der Welt
Der Eiffelturm in Paris, das Brandenburger Tor in Berlin und der Vatikan in Rom – Europa hat viele einzigartige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das lockt so viele Touristen an wie keine andere Region der Welt.

07 Die EU ist ein Europa zum Mitmachen
Sie wollen als Bürger in der EU mitreden? Dazu müssen Sie nicht die diesjährigen Europawahlen abwarten. Jeder kann mit Initiativen, Vorschlägen und Beschwerden Einfluss nehmen.

08 Europa ist nicht der Wilde Westen, sondern eine soziale Marktwirtschaft
Wir alle kennen die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft: Mitarbeiter dürfen in der EU nicht von einem Tag auf den anderen entlassen werden. Werdende Mütter genießen besonderen Schutz und Firmen dürfen keine Kartelle bilden, um die Preise zu diktieren. All das ist garantiert.

09 Die EU fördert Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat tiefe Spuren hinterlassen. Die Arbeitslosigkeit ist vor allem in Südeuropa hartnäckig, viele Staaten sind hoch verschuldet. Als Folge wird weniger investiert. Das lähmt die Wirtschaft und verschärft die Arbeitslosigkeit. Die EU-Kommission steuert gegen: mit der EU-weiten Koordinierung der Wirtschaftspolitik und einer Investitionsoffensive, auch bekannt als „Juncker- Plan“. Durch eine Verbesserung der Investitionsbedingungen und ein Garantieprogramm werden binnen drei Jahren Zukunftsinvestitionen von 315 Milliarden Euro in der ganzen EU angeschoben.

10 Die EU unterstützt schwächere Regionen und den Aufbau Ost
Egal ob stillgelegte Industrieflächen im Ruhrgebiet oder abgelegene Regionen in Ostdeutschland – sie alle profitieren von europäischen Fördergeldern. Mit den Regional- und Strukturfonds will die EU verhindern, dass die Regionen zu weit auseinanderdriften. In der Förderperiode 2014–2020 stehen 351 Milliarden Euro für die Regionen bereit, davon erhält Deutschland rund 19,2 Milliarden Euro.

11 Die EU sorgt für fairen Handel mit anderen Teilen der Welt
Der Wohlstand in der Europäischen Union beruht auf einem freien und offenen Welthandel. Allein in der EU hängen 31 Millionen Arbeitsplätze vom Export ab. Das entspricht fast jedem siebten Arbeitsplatz in Europa. Unsere Handelsabkommen legen den Grundstein für faire Handelsbeziehungen mit anderen Teilen der Welt.

12 Der Euro ist eine stabile Währung und bietet viele Vorteile
Der Euro hatte es nicht leicht: Erst wurde er als „Teuro" verschrien, dann gab er der Staatsschulden- Krise seinen Namen. Dabei bietet er den Bürgern viele praktische Vorteile. Außerdem ist der Euro eine stabile Währung und wird von den europäischen Regierungen verteidigt.

13 Europa steht seinen Landwirten bei

Am Anfang der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik stand die Erinnerung an den Hunger der Nachkriegszeit. Als die EU-Agrarpolitik 1962 mit sechs Ländern begann, ging es um höhere Erträge, die mit mehr Technik und Effizienz erreicht werden sollten. Dass die Bauern die Bevölkerung sicher versorgen können, ist bis heute ein zentrales Ziel der Agrarpolitik. Im Laufe der Zeit sind neue Schwerpunkte hinzugekommen. Vor allem: mehr Nachhaltigkeit und der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft im ländlichen Raum.

14 Von Bildschirmen bis Lastwagen: Die EU geht gegen Kartelle vor
Ob Bildschirme, Fahrstühle oder Lastwagen – die EU-Kommission verhängt regelmäßig hohe Geldbußen gegen europäische und internationale Unternehmen, die die Preise für solche Produkte absprechen oder den Markt manipulieren. Denn das verzerrt den freien Wettbewerb – und ist verboten.

15 Europa kämpft für Steuergerechtigkeit
Steuerbetrug, Steuerflucht und Steueroasen – viele Unternehmen sind sehr einfallsreich, wenn es darum geht, am Fiskus vorbei Geld zu sparen. Durch legale und illegale Steuertricks entgehen den EU-Staaten laut Schätzungen jedes Jahr etwa eine Billion Euro. Im Kampf gegen die Steuerflucht ist Europa in den vergangenen Jahren gut vorangekommen. Der Fall Apple zeigt, was die EU erreichen kann, wenn sie gemeinsam handelt.

16 Die EU überwacht die Banken
In der Finanzkrise haben die Banken Europa fast in den Abgrund gerissen. Die EU hat daraus die Lehren gezogen und eine Bankenunion gegründet, die Geldinstitute sicherer macht und den Sparer und Steuerzahler schützt. Ihr wichtigstes Ziel: Die Staaten und deren Steuerzahler sollen nicht mehr einspringen müssen, wenn Banken Probleme haben. Bezahlen sollen im Ernstfall die Eigentümer und Gläubiger der Institute.

17 Die EU sichert die Rechte von Passagieren auf Reisen – im Flugzeug und bei der Bahn
Ist der Flug überbucht, fällt aus, oder der Koffer verschwindet, dann hat der Passagier Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Dafür sorgen einheitliche Regeln der EU. Bei Bahnfahrten gilt dasselbe.

18 Die EU senkt die Zahl der Verkehrstoten
Ein Glas Alkohol zu viel getrunken, eben mal aufs Handy geschaut oder das Gaspedal durchgedrückt – und schon ist der Unfall passiert. Auf Europas Straßen sterben zwar immer weniger Menschen, die EU will die Zahl der Verkehrstoten aber noch weiter senken. Strenge europaweite Regeln sollen Raser bremsen.

19 Die EU verhilft Verbrauchern zu ihrem Recht – etwa bei Haustürgeschäften
Haben Sie auch schon mal auf einer Kaffeefahrt, im Internet oder an der Haustür etwas gekauft, was Sie gar nicht brauchten? Etwa ein Zeitschriften-Abo oder einen Handy-Vertrag? Oft fühlen sich Verbraucher überrumpelt und fragen sich, ob sie sich das überhaupt leisten können. Um Verbraucher vor übereilten Kaufentscheidungen zu schützen, hat die EU den Widerruf bei Haustürgeschäften erlaubt, das sogenannte Widerrufsrecht.

20 Europa macht den Internetkauf sicherer
Ein paar Schuhe oder Klamotten online bestellen und in Ruhe zu Hause probieren, Bücher und CDs per Mausklick ordern – diese Möglichkeit des stressfreien Einkaufs nutzen immer mehr Kunden von Online-Händlern. Die EU garantiert mehr Rechtssicherheit beim Online- Einkauf. Für Verträge, die ein Kunde im Internet, per Katalog oder Telefon mit einem Händler schließt, gilt ein einheitliches Schutzniveau.

21 Die EU schützt die Ersparnisse seiner Bürger
Geht eine Bank Pleite, dann sind die Ersparnisse der Kunden nicht verloren. Die EU sorgt dafür, dass jeder nicht nur bei einer deutschen Bank, sondern auch bei einer Bank aus dem EU-Ausland sein Geld zurückbekommt. Sie schreibt Standards für die sogenannte Einlagensicherung vor. In der Finanzkrise wurden die Regeln verschärft. Somit gilt: Keine Sorge, Ihr Erspartes ist sicher!

22 Die EU garantiert die Rechte des Käufers, wenn das Produkt Mängel hat
Einen Fön mit sechs Monaten Garantie gekauft – und nach acht Monaten geht er kaputt? In solch einem Fall haben Verbraucher in der EU garantierte Rechte, die kein Händler umgehen darf.

23 Der gemeinsame Binnenmarkt lässt Preise sinken
Der europäische Binnenmarkt ist 1993 in Kraft getreten. Das Warenangebot ist seitdem bunter und vielfältiger geworden. Durch den Wettbewerb und das Ende nationaler Monopole sind viele Güter und Dienstleistungen günstiger als zuvor.

24 Europa macht das Telefonieren billiger
Wer hat das nicht schon erlebt: Man sitzt im Urlaub am Strand und telefoniert vergnügt nach Hause oder liest seine Mails und lädt Fotos hoch. Und ein paar Wochen später bekommt man einen Schock beim Blick auf die Handy- Rechnung. Die EU-Kommission steuert seit Jahren dagegen – mit Erfolg: Seit dem 15. Juni 2017 können alle Europäerinnen und Europäer in der EU reisen, ohne Roaming-Gebühren zu zahlen.

25 Die EU verleiht Europa Flügel: Flugtickets werden immer günstiger
Mal eben nach Madrid fliegen? Das Wochenende in London verbringen? Dank Wettbewerb unter den Fluggesellschaften ist das heute kein Problem mehr. Die Preise sind in den letzten Jahren gepurzelt, und zwar durch die von der EU-Kommission verordnete Liberalisierung. Außerdem hat Brüssel die Rechte der Fluggäste gestärkt.

26 Die EU senkt die Bankgebühren und die Kosten für den Kreditkarteneinsatz
Was kostet ein Konto? Muss der Einsatz der Kreditkarte wirklich so teuer sein? All diese Punkte hat die EU-Kommission unter die Lupe genommen. Die neuen EU-Vorgaben spürt der Verbraucher direkt im Portemonnaie.

27 Die EU macht Medikamente preiswerter

Das Geschäft mit der Gesundheit ist eine sensible Angelegenheit. Strenge Regeln verhindern deshalb Rabattschlachten und Dumpingpreise. Dank mehrerer Urteile des Europäischen Gerichtshofs ist der europäische Arzneimittelmarkt durchlässiger geworden. Mehr Wettbewerb heißt günstigere Preise.

28 Die EU achtet auf gesundes Essen
Welche Zusatzstoffe enthält der Orangensaft? Wie viele Kalorien hat der Müsliriegel? Die EU sorgt dafür, dass der Verbraucher im Supermarkt die Antworten sofort beim Blick auf die Verpackung bekommt. Dass Allergiker auch im Restaurant sicher sein können, was sich in ihrem Essen befindet. Und dass die Lebensmittel sicher sind – also weder Salmonellen noch andere Schadstoffe enthalten.

29 Die EU schützt uns vor Lebensmittelpiraten und bewahrt regionale Köstlichkeiten
einmal den echten Parmaschinken oder Original-Spreewaldgurken probiert hat, möchte vielleicht nichts Anderes mehr essen. Doch ohne die EU gäbe es solche Original-Produkte nicht. Die EU schützt ihre Bürger vor Lebensmittelpiraten, die begehrte Waren nachmachen wollen.

30 Die EU sorgt für sauberes Wasser – egal ob zum Baden oder zum Trinken

Verseuchte Meere, ölverschmierte Strände und Phosphate im Trinkwasser: das war einmal. Die EU greift ein, um die Gewässer sauber zu halten – damit die Europäer ungetrübten Badespaß und sauberes Trinkwasser haben.

31 Die EU schafft saubere Luft und ist weltweit führend beim Klimaschutz
Feinstaub, Smog und stinkende Abgase – in vielen Städten ist die Luft nicht mehr gut. Die EU macht deshalb beim Umweltschutz weltweit Druck und hat sich ehrgeizige Einsparziele für das Treibhausgas C02 gesetzt, das für die Erderwärmung mitverantwortlich ist.

32 Die EU achtet darauf, dass Elektroschrott recycelt wird
Handys, Laptops und Fernseher enthalten viele edle und seltene Metalle, die aufbereitet und wiederverwendet werden können. Die EU sorgt deshalb dafür, dass Verbraucher ausgediente Geräte kostenlos an den Hersteller zurückgeben können. Das entlastet die Umwelt und spart der Industrie Geld.

33 Die EU macht es möglich, in jedem EU-Staat zu leben und zu arbeiten
In der EU kann sich jeder aussuchen, wo er leben will. Ob man sich als Rentner in der spanischen Sonne niederlässt, als Studentin in Italien dem Dolce Vita frönt oder ein Unternehmen in einem anderen EU-Land gründet – alles ist möglich.

34 Europa sorgt auch auf Reisen für Krankenversicherungsschutz
Ein Notfall im Ausland? Kein Problem. Wer im Ausland schnell zum Arzt muss, bekommt die Kosten von seiner deutschen Krankenversicherung zurückerstattet. Das ist dank der europäischen Krankenversicherungskarte möglich.

35 Wenn sie einen Unfall haben, rufen sie an: Europa hat den einheitlichen Notruf 112
Europa ist auch in Notfällen vereint. Bereits im Jahr 2008 wurde die EU-weite kostenlose Notrufnummer 112 eingeführt. Das verkürzt die Wartezeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und rettet Leben.

36 Die EU macht Autofahrer grenzenlos mobil
Verkehrskontrolle im Ausland? Führerschein im Urlaub verloren? Schon seit 1996 erkennt jeder EU-Staat Führerscheine an, die in einem anderen Land ausgestellt wurden. Genauso lange gibt es auch schon den einheitlichen EU-Führerschein.

37 Die EU macht grenzenloses Reisen möglichIn einem vereinten Europa ohne Grenzkontrollen reisen zu können, war lange der Traum der Europäer. 1985 wurde das Europa ohne Schlagbäume vereinbart, 1995 wurde es Realität. Heute gehören dem Schengen-Raum bereits 26 Staaten mit 400 Millionen Einwohnern an. Um diese gemeinsame Errungenschaft auch bei hohem Migrationsdruck zu bewahren, werden die Polizeizusammenarbeit und der gemeinsame Schutz der Außengrenzen verstärkt.38 Die EU schickt junge Leute zum Studium ins AuslandErasmus von Rotterdam war ein europäisch gebildeter Humanist der Renaissance. Das weltweit größte Förderprogramm für Auslandsaufenthalte von Studenten, Azubis und Lehrern orientiert sich an seinem Namen: das europäische „Erasmus“-Programm. Es feierte 2017 seinen 30. Geburtstag. Neun Millionen Menschen waren schon dabei.39 Die EU bietet einen neuen Freiwilligendienst: Das Europäische SolidaritätskorpsUnterstützung für Flüchtlinge oder Hilfe bei Erdbeben: In einem neuen EU-Programm können sich junge Leute europaweit engagieren und Erfahrungen im Ausland sammeln. Bis 2018 haben sich bereits rund 70.000 Personen registrieren lassen und knapp 7.000 absolvieren bereits einen Dienst oder ein Praktikum. 40 Die EU bringt junge Menschen in ArbeitIn Griechenland ist fast jeder zweite junge Mensch unter 25 Jahren ohne Arbeit und auch in Spanien ist die Lage nur wenig besser. In Italien ist es mehr als jeder Dritte. Die Krise hat die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa, die schon vor der Einführung des Euro ein großes Problem war, weiter nach oben getrieben. Die EU macht dagegen mobil. Erste Erfolge sind sichtbar.41 Deutschlands Forscher bekommen Milliarden aus dem EU-Programm "Horizont2020"Wirtschaftlicher Erfolg basiert oft auf innovativen Konzepten und neuen Ideen. Um im weltweiten Ideenwettbewerb mithalten zu können, steckt die EU Milliarden in die Förderung der Forschung, oft in grenzüberschreitenden Teams. Bis 2020 könnten mehr als 14 Milliarden Euro nach Deutschland fließen, wenn die deutschen Unternehmer und Forscher weiter so gute Ideen haben.42 Die EU schafft eine europäische Wissenschafts-Cloud Bei der Forschung fallen gigantische Mengen an Ergebnissen und Daten an. Damit Wissenschaftler diese grenzüberschreitend austauschen und nutzen können, will die EU-Kommission bis 2020 eine europäische Wissenschafts- Cloud schaffen.43 Die EU vernetzt Europa – kostenloses WLan in Dörfern und StädtenBei der Arbeit, zuhause oder unterwegs – die Menschen wollen stets ihre Mails checken oder mal schnell ein Foto verschicken. Dafür braucht man eine gute Internetanbindung, auch im öffentlichen Leben. Dafür sorgt auch die EU: bis 2020 bekommen zwischen 6.000 und 8.000 Städte und Gemeinden EU-Förderung für neue WiFi4EU-Hot Spots.44 Die EU fördert ein Europa der KulturenNicht nur in Politik und Wirtschaft ist die EU für ihre Mitglieder da – sondern auch in der Kultur. Zahlreiche Förderprogramme verhelfen Regisseuren, Schauspielern, Sängern und anderen Kunstschaffenden zum Durchbruch. Was wäre zum Beispiel das Kino ohne den europäischen Film?45 Die EU bewahrt die kulturelle Vielfalt und zeichnet Kulturhauptstädte aus Was verbindet Berlin, Weimar und Essen? Alle drei Städte waren schon mal europäische Kulturhauptstädte. Sie stehen für eine lebendige Kulturlandschaft in Europa – und profitieren von Geld aus Brüssel. Kein Kontinent der Erde kann auf kleinem Raum auf ein derart vielfältiges kulturelles Erbe bauen wie Europa. 46 Die EU bekämpft den TerrorismusDie Anschläge von Brüssel, Paris und Berlin haben gezeigt, dass der islamistische Terrorismus nicht an Landesgrenzen haltmacht. Die Attentate haben zugleich Lücken bei Absprachen und beim Informationsaustausch zwischen den EU-Staaten offenbart. Die EU unterstützt eine enge Kooperation ihrer Mitglieder, denn kein EU-Staat kann grenzübergreifende Bedrohungen allein bekämpfen.47 Die EU geht gegen das organisierte Verbrechen vorBankraub, Schmuggel, Drogenhandel und Geldwäsche – das organisierte Verbrechen ist heute quer durch Europa über Grenzen hinweg aktiv. Die Europäische Union sorgt dafür, dass die Mitgliedstaaten bei der Verbrechensbekämpfung besser zusammenarbeiten.48 Die EU schützt Frauen und Kinder vor Menschenhandel und MissbrauchMenschenhandel und sexueller Missbrauch von Frauen und Kindern sind abscheuliche Verbrechen. Die EU hat spezielle Programme entwickelt, um gegen die Täter vorzugehen.49 Europa leistet die meiste Entwicklungshilfe in der WeltGegen die Armut in der Welt hilft die Europäische Union tatkräftig: Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind die weltweit größten Geber von Entwicklungshilfe. Mehr als die Hälfte der weltweit geleisteten Entwicklungshilfe kommt aus Europa.50 Europa hilft in der SyrienkriseMillionen Menschen in Syrien mussten das Land wegen des Bürgerkriegs verlassen. Die EU hat mehr syrischen Flüchtlingen eine Zuflucht geboten als jedes andere Land, das nicht an Syrien angrenzt. Kein anderer investiert so viel in die Schulbildung syrischer Kinder wie die EU.51 Die EU unterstützt ihre Nachbarn Einen „Ring stabiler, befreundeter Staaten“ um die EU herum zu etablieren – das ist das Ziel der Europäischen Nachbarschaftspolitik. Sie entstand 2004 nach der Osterweiterung der EU. Mit dieser Politik wird die EU weiterhin universelle Werte verteidigen und dabei nach Wegen suchen, Demokratie, Grundfreiheiten und Rechtsstaatlichkeit wirksamer zu fördern.52 Europa ist weltweit der größte Geber von humanitärer HilfeOb bei der Bewältigung der Hungersnot in Somalia, der Flüchtlingskrise rund um Mossul im Irak oder nach dem Erdbeben in Nepal – die EU hilft bei den großen Krisen und Katastrophen auf dem Globus. Das ist weltweit vorbildlich. Gemeinsam sind die EU und ihre Mitglieder der weltweit größte Geber von lebensrettender humanitärer Hilfe. Häufig sind die Europäer vor allen anderen vor Ort.53 Europa rettet Menschenleben Sie kommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa oder flüchten vor Kriegen und Unterdrückung. Die meisten Migranten machen sich über das Mittelmeer auf den gefährlichen Weg nach Europa – häufig auf abgewrackten Booten. Durch die gemeinsamen EU-Operationen namens Poseidon, Triton und Sophia wurden seit 2015 mehr als 400.000 Menschenleben im Mittelmeer und in der Ägäis gerettet.54 Europa schützt seine Grenzen 2015 war das Jahr der Flüchtlingskrise. Nie zuvor kamen so viele Menschen in die EU, insbesondere nach Deutschland. Das ließ den Ruf nach einer besseren Sicherung der EU-Außengrenzen lauter werden. Seit 2016 hat die EU eine neue europäische Grenz- und Küstenwache.55 Europa kämpft gegen SchlepperDie Flucht nach Europa ist gefährlich. Neun von zehn Flüchtlingen und Migranten haben organisierte kriminelle Menschenhändler bezahlt. Schlepper verdienten allein 2015 mehr als 4 Milliarden Euro mit Migranten, die sie nach Griechenland und Italien brachten. Die EU geht gegen kriminelle Schleusernetzwerke vor.56 Europa bekämpft die Ursachen von Migration Die Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen, sind vielfältig: Krieg, Armut oder politische Verfolgung. Mit neuen Migrationspartnerschaften will die EU den Menschen bessere Perspektiven in ihrer Heimat bieten.57 Die EU setzt sich für einheitliche Asylstandards in Europa einSchon lange vor der Flüchtlingskrise 2015 hat die EU sich das Ziel gesetzt, die Asyl- und Flüchtlingspolitik zu vereinheitlichen. Viele EUStaaten vertreten dabei aber unterschiedliche Positionen, was in der Flüchtlingskrise besonders deutlich wurde. Die EU-Kommission pocht auf gemeinsame Mindeststandards.58 Groß in den großen Fragen, aber klein in den kleinen FragenWenn die Menschen an die EU denken, erscheint vor ihren Augen oft ein bürokratisches Monster, dessen Tagesgeschäft es ist, die Krümmung von Gurken zu normieren. Das ist natürlich eine Karikatur. Zurückhaltung und Selbstbeschränkung sind die Leitsätze der Juncker- Kommission bei der Vorlage neuer Gesetze. In den ersten beiden Jahren ihrer Amtszeit hat die Kommission 100 Vorschläge zurückgezogen und 80 % weniger Initiativen vorgelegt als in den vorangehenden 5 Jahren.59 Die EU ist kein Verwaltungsmoloch – die EU kostet uns weniger als gedacht Die EU-Bürokratie hat einen schlechten Ruf. Viele glauben, dass unzählige Beamte und Institutionen in Brüssel auf Kosten der Bürger ein Leben in Saus und Braus führen. Die Zahlen belegen das Gegenteil. Lediglich 6 Prozent des gesamten EU-Haushalts werden für die Verwaltung ausgegeben. Das sind 8,3 Milliarden Euro pro Jahr – während die Mitgliedstaaten 2200 Milliarden Euro pro Jahr für ihre Verwaltungen ausgeben.60 Die EU rechnet sich – auch für Deutschland Ist Deutschland wirklich der Zahlmeister Europas? Bei der absoluten Summe schon. Aber nicht, wenn man sich die Kosten pro Bürger und in Bezug zur Wirtschaftskraft ansieht. Im Jahr 2015 waren bei dieser Betrachtungsweise die Niederlande und Schweden die größten Nettozahler. Und: keine andere europäische Volkswirtschaft profitiert aufgrund ihrer Export-Orientierung so sehr vom EU-Binnenmarkt wie die deutsche.Quelle: Europäische Union 2017


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