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// Gesundheit
14.02.2018

Gesunde Zähne trotz Demenz

In Deutschland leben derzeit knapp 1,6 Millionen Demenzkranke. Die Tendenz ist steigend, jedes Jahr gibt es etwa 300.000 Neuerkrankungen. Für die Erkrankten ist Teilhabe besonders wichtig – am sozialen Leben, aber auch an der Gesundheitsvorsorge. Vor allem Zahnarztbesuche sind für Demenzpatienten elementar, weil die Zahnpflege im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit nachlässt.


Gesunde Zähne trotz Demenz

Gesunde Zähne trotz Demenz (Foto: Tushnov Alexey/shutterstock.com)

Die Behandlung Demenzkranker erfordert ein hohes Maß an Rücksicht. „Demenzpatienten müssen intensiver betreut und behandelt werden, um ihnen den Zahnarztbesuch möglichst leicht zu machen“, erklärt Anke Janßen, Praxismanagerin bei Dres. Buchwald & Partner. Von der Terminabsprache über Beratungsgespräche bis hin zur zahnmedizinischen Behandlung kommt es dabei auf den richtigen Umgang mit den Patienten an. Deshalb hat Anke Janßen gemeinsam mit ihrer Kollegin Birgit Becker eine Fortbildung zum Thema Demenz besucht, um den speziellen Bedürfnissen der Demenzpatienten gerecht zu werden und die Krankheit sowie deren Auswirkungen zu verstehen.

Ungeschultem Personal fehlen häufig die richtigen Strategien: Wie reagiere ich, wenn der Patient meinen Aussagen im Gespräch nicht folgen kann? Was mache ich, wenn der Patient auf Anweisungen nicht reagiert? Diese Herausforderungen sind es, mit denen Praxismitarbeiter im Alltag beim Umgang mit Demenzkranken konfrontiert werden. Mit dem nötigen Fachwissen können sie bewältigt werden. „Es ist besonders wichtig, den richtigen Zugang zu den Patienten zu finden, ihnen rücksichtsvoll und respektvoll zu begegnen. Es hilft beispielsweise, einzelne Schritte einfach und geduldig zu erklären“, sagt Anke Janßen.

Nicht nur der patientenorientierte Service bekommt bei Demenzpatienten eine größere Bedeutung, auch bei der zahnärztlichen Behandlung sind Rück- und Vorsicht erforderlich. Während die Patienten in den frühen Stadien der Demenz noch nicht so stark eingeschränkt sind, fällt es ihnen mit Fortschreiten der Krankheit zunehmend schwerer, sich ausreichend um ihre Zahnpfl ege zu kümmern. Gemeinsam mit den Zahnärzten und gegebenenfalls Familienangehörigen oder Pflegepersonal wird daher ein Behandlungsplan erstellt, der an die individuelle Gesundheitssituation angepasst ist.

„Prophylaxe hat bei der Behandlung von Demenzpatienten einen sehr hohen Stellenwert“, weiß die Praxismanagerin. Mit professionellen vorbeugenden Maßnahmen können längere Sitzungen, die bei den Patienten Stress verursachen würden, vermieden werden. Durch regelmäßige Untersuchungen werden orale Erkrankungen, allen voran Parodontitis, frühzeitig erkannt und behandelt. Wenn hingegen Entzündungen lange im Körper bleiben, steigt die Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen, was im schlimmsten Fall bis zu einer Lungenentzündung führen kann.

Zudem haben Wissenschaftler der New York University herausgefunden, dass Entzündungen des Zahnfleisches mit dem Verlust kognitiver Fähigkeiten in Zusammenhang stehen. Regelmäßige Zahnarztbesuche können das Risiko einer Demenzerkrankung bei gesunden Menschen verringern sowie bei bereits erkrankten Demenzpatienten eine Beschleunigung des geistigen Abbaus verhindern.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich an das Team der Praxis Dres. Buchwald & Partner.

PRAXIS DRES. BUCHWALD & PARTNER
Debstedter Weg 7 | 27578 Bremerhaven | Tel.: 0471/98 41 0
WWW.BUCHWALDPARTNER.DE


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