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// Gesellschaft
14.02.2019
Von: bg

Mehr als nur Bio! – Demeter-Richtlinien versprechen höchste Qualität

Demeter ist die griechische Göttin der Fruchtbarkeit und die Namensgeberin des ältesten Bioverbands Deutschlands. Bereits seit 1924 folgen die Mitglieder den Prinzipien der biodynamischen Landwirtschaft, die auf Impulse des österreichischen Publizisten und Esoterikers Rudolf Steiner zurückgehen. Das Ideal der biodynamischen Wirtschaftsweise ist die Kreislaufwirtschaft, die Landwirtschaft als einen Organismus begreift, der das Zusammenwirken von verschiedenen Aspekten umfasst, die sich gegenseitig bedingen. Mensch, Pflanze, Tier und Boden bilden so einen in sich geschlossenen Kreislauf, der nicht auf die Zufuhr von Substanzen von außerhalb angewiesen ist. Alles, was für die Produktion der Erzeugnisse nötig ist, wie Futtermittel und Dünger, erwirtschaften die Betriebe selbst – auf natürliche Art und Weise. Eine Philosophie, die schmeckt. Das fi nden auch Jan Bera vom Gärtnerhof Oldendorf und Gregor Lewicki vom Motato in Bremerhaven.


Mehr als nur Bio (Foto: Pixelbliss/shutterstock.com)

Mehr als nur Bio (Foto: Pixelbliss/shutterstock.com)

NATÜRLICH SOLIDARISCH
SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT AM GÄRTNERHOF OLDENDORF

Der Gärtnerhof in Oldendorf ist Mitglied im Demeter-Verband. Um gesunde und nachhaltige Produkte herzustellen, nutzt der Hof das Konzept der solidarischen Landwirtschaft. Die solidarische Landwirtschaft erlaubt es dem Konsumenten, die Betriebe bei der Herstellung ihrer Produkte direkt zu unterstützen. Ein guter Ansatz, fi ndet auch Jan Bera, Betriebsleiter des Gärtnerhofs in Oldendorf: „Mir gefällt an dem Konzept, dass das Risiko von Ertragsschwankungen und Missernten nicht allein auf den Schultern des Landwirtes lastet, sondern von der gesamten Gemeinschaft getragen wird. Das ermöglicht uns auf dem Gärtnerhof, frei von wirtschaftlichen Zwängen, sehr hochwertiges Gemüse anzubauen und uns darauf zu konzentrieren, unsere Produktion besonders Nachhaltig und Umweltverträglich zu gestalten.“ Solidarische Landwirtschaft ist somit eine Kooperation von Verbraucher und Erzeuger, die sprichwörtlich Früchte trägt.

Hört sich gut an. Aber wie funktioniert das? „Solidarische Landwirtschaft besteht grob gesagt darin, dass eine feste Verbrauchergruppe mit einem landwirtschaftlichen Betrieb kooperiert und für ein Jahr verpfl ichtend die Produktionskosten des Hofes übernimmt. Im Gegenzug erhält diese Verbrauchergruppe die gesamten Erzeugnisse“, erklärt Jan Bera. Aber damit nicht genug, denn die Solidarität zeigt sich nicht nur zwischen Verbrauchern und Erzeugern, sondern auch bei den Konsumenten untereinander. „In unserer Verbrauchergemeinschaft gibt es die Möglichkeit eines Sozialausgleiches der Mitglieder. Geringverdiener zahlen weniger und fi nanziell gut gestellte Mitglieder zahlen freiwillig mehr. Somit muss man nicht wohlhabend sein, um in den Genuss unserer Lebensmittel zu kommen“, ergänzt der Landwirt.

Jan Bera selbst ist seit 2012 Pächter und Betriebsleiter des Gärtnerhofs in Oldendorf in der Samtgemeinde Beverstedt. Nachdem er eine freie Ausbildung zum Wirtschaftsgärtner beim Demeter Verband absolvierte, schloss er eine Zusatzausbildung zum staatlich geprüften Betriebsleiter ab. Seit nunmehr sechs Jahren versorgt Bera die Mitglieder, die sogenannten Solawisten, regelmäßig mit frischem und qualitativ hochwertigem Obst und Gemüse. Das Sortiment lässt dabei keine Wünsche offen: Von Kartoffeln über Tomaten bis zu Äpfeln und Melonen und vielem mehr, ist alles dabei. „Nur Knollensellerie und Rosenkohl wollen bei uns nicht so recht gedeihen“, gibt der Landwirt zu. Über 80 verschiedene Kulturen wachsen im Jahresverlauf auf den Feldern und Gärten des Hofes. „Bei der Auswahl der Sorten achten wir besonders auf Vielfalt in Farbe, Form und Geschmack. Von über 250 dieser Sorten machen wir eigenes Saatgut und beteiligen uns so an dem Erhalt der Kulturpfl anzenvielfalt“, fügt Bera hinzu und liefert ein Beispiel für gesteigerte Produktivität und nachhaltigen Anbau: „Mittlerweile wächst bei uns fast alles in Mischkultur. Das ist zwar sehr Arbeitsintensiv, aber hat einen höheren Flächenertrag zur Folge. Dazu ist das viel besser für den Boden, da er dauerhafter begrünt ist und somit nicht so leicht der Erosion zum Opfer fällt.“

Der Erfolg gibt dem Konzept der Solawisten Recht. Seit 2015 ist die Verbrauchergemeinschaft so gewachsen, dass sie heute knapp 200 Mitglieder zählt. Dabei decken die Monatsbeiträge der Gemeinschaft die gesamten Produktionskosten, womit auf eine anderweitige Vermarktung verzichtet werden kann. Zusätzlich zum sehr üppigen Angebot soll demnächst ein Betriebszweig für Pädagogik entstehen, um das Wissen über nachhaltige Landwirtschaft an Kinder und Erwachsene zu vermitteln. Bis dahin können sich Mitglieder der Verbrauchsund Wirtschaftsgemeinschaft an verschiedenen Aktionen rund um den Gärtnerhof beteiligen, um aktiv an der Gestaltung des Hofes mitzuwirken und dabei zu helfen, dieses wertvolle Biotop am Leben zu halten.

Wer selber Solawist werden möchte, erhält die wichtigsten Fakten zum Beitritt auf:
WWW.GAERTNERHOF-OLDENDORF.DE

ALLES AUS DER KARTOFFEL
DAS MOTATO SETZT AUF DEMETER

Auch der Restaurantbetreiber Gregor legt Wert auf gesunde und nachhaltige Produkte. Das Motato, ein innovatives Restaurant aus Bremerhaven, hat sich dem wohl beliebtesten Gemüse der Welt verschrieben: der Kartoffel. Lewicki achtet beim Einkauf streng auf die Qualität der Zutaten und unterstützt dabei Demeter-Erzeuger aus der Region. Auch Gewürze, Tee und Kaffee stammen aus biologischem Anbau. Das ist ihm persönlich sehr wichtig, da er seinen Gästen nur das Beste bieten will. Neben traditionellen Kartoffelgerichten bietet das Motato viele verschiedene Eigenkreationen, wie die Kartoffelpizza oder die mit allerlei Leckereien gefüllte Gregtoffel. Der Clou: Alle Gerichte können nach Geschmack kombiniert werden, so kann sich jeder seine persönliche Kartoffelmahlzeit kreieren. Auch Veganer und Vegetarier kommen im Motato auf ihre Kosten, denn alle Speisen gibt es auch in entsprechenden Variationen. Saisonale Angebote und spezielle Festtags-Menüs runden das Angebot ab. Alles wird selbstverständlich frisch zubereitet und die freundliche Bedienung und das gemütliche Ambiente laden zum Verweilen ein.

„Ich bin schon immer gern essen gegangen und habe viel ausprobiert. Allerdings mangelte es manchmal an der Qualität der Speisen. Das hat mich genervt und deshalb verkaufe ich nur Gerichte, die ich auch selber gerne esse.“ - Gregor Lewicki, Geschäftsführer Motato

Das Motato existiert bereits seit drei Jahren und hat sich fest in der Bremerhavener Gastro-Szene etabliert. Geschäftsführer Gregor Lewicki legt viel Wert auf frische Zutaten und bezieht seine Waren von regionalen Bauern. Ein absoluter Geheimtipp für alle, die der tollen Knolle wohlgesonnen sind. Wer sich gern selbst davon überzeugen möchte, fi ndet das Motato in der Langener Landstraße 270.

WEITERE INFORMATIONEN AUF WWW.MOTATO.DE

 

 


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