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// Wissenschaft
14.02.2018

Mit Holzklötzen gegen Plastikmüll

Schätzungsweise 20.000 Tonnen Plastikmüll landen nach Angaben des Naturschutzbundes Jahr für Jahr in der Nordsee. Auf dem Meeresboden sollen mittlerweile 600.000 Kubikmeter Müll liegen. Wissenschaftler der Universität Oldenburg haben das Problem zum Anlass für das Projekt „Macroplastics“ genommen, mit dem sie eine solide wissenschaftliche Grundlage für das Verständnis der Verteilungsmuster des Mülls schaffen wollen – mithilfe von Holzklötzen.


Mit Holzklötzen gegen Plastikmüll

Mit Holzklötzen gegen Plastikmüll

An ausgewählten Stellen in Nordsee, Elbe, Weser und Ems setzen die Forscher des Instituts für Biologie und Chemie des Meeres kleine Holzklötze („Drifter“) aus, um herauszufinden, wohin sie getrieben werden. Damit am Ende des Projektes fundierte Daten veröffentlicht werden können, sind die Wissenschaftler auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Wer einen an Land gespülten Drifter findet, sollte der Universität Oldenburg unter www.macroplastics.de den Fundort und die Nummer des Drifters mitteilen.

Die Drifter simulieren den treibenden Plastikmüll. Anhand der eingebrannten Nummer können die Forscher nachvollziehen, wo der jeweilige Drifter ins Wasser geworfen wurde und Rückschlüsse über Verbreitungswege und Verschmutzungsgebiete ziehen. So werden nach und nach die regionalen Hauptquellen des Mülls – wie Hauptschifffahrtswege, Flusswege oder Tourismus – und deren Anteile an der Verschmutzung ermittelt.

Mit den Ergebnissen will die Universität den vor Ort tätigen Verwaltungs- und Nichtregierungsorganisationen exakte wissenschaftliche Daten zur Plastikverschmutzung zur Verfügung stellen. Diese sollen den aktuellen Kenntnisstand über Verschmutzungsquellen und Anreicherungsbereiche nutzen, um Strategien zur Vermeidung und Beseitigung des Mülls in der Nordsee zu entwickeln. Bislang wurden fast 35.000 Drifter ausgesetzt, von denen knapp die Hälfte gefunden wurde. Wer einen Drifter findet und meldet, darf ihn entweder behalten oder am Fundort wieder ins Wasser werfen.

WWW.MACROPLASTICS.DE


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