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// Freizeit
06.08.2018

Museum 4.0

„Ein Gefangener, eine Nummer, eine Null!“, nennt er sich selbst. Aber ihn quält nicht nur dieses Ohnmachtsgefühl, sondern auch die Sehnsucht nach seiner Frau Tony und seiner Tochter Hildegard. August Schlicht gerät kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 in russische Gefangenschaft und hofft, dass diese bald vorbei sein wird. Doch erst 1921 kann er nach Hause reisen. Was bedeutet es für August Schlicht, von seiner Familie über fast sieben Jahre getrennt zu sein? Kaum eine eigenständige Entscheidung treffen zu können?


Virtual Reality im Auswandererhaus

Virtual Reality im Auswandererhaus (Foto: © Deutsches Auswandererhaus / Foto: Manuel Krane)

Im neuen Ausstellungsexperiment erzählt das Deutsche Auswandererhaus noch bis zum 30. November die Geschichte der Hamburger Familie Schlicht während und nach dem Ersten Weltkrieg. Zwei Gefühle dominieren die Familie in dieser Zeit immer wieder: Ohnmacht und Sehnsucht. Beide Gefühle kennzeichnen viele Menschen, die sich in der Zwangsmigration einer Kriegsgefangenschaft fern der Heimat befinden.

Beide Gefühle sind in dem Ausstellungsexperiment unterschiedlich nacherlebbar: digital und virtuell einerseits, durch originale Objekte andererseits. Welche Art der Darstellung schenkt den Museumsbesuchern welches Wissen und Verständnis für die Erlebnisse anderer Menschen – in diesem Fall der Familie Schlicht? In einer groß angelegten Studie werden die Besucher zu ihren Eindrücken und Erinnerungen befragt: Haben Probanden, die den digitalen Teil gesehen haben, die Ausstellung anders erlebt als Probanden, die im inhaltsgleichen analogen Teil waren?

STUDIENTEILNEHMER GESUCHT
Wer im Rahmen des Ausstellungsexperimentes „KRIEGsgefangen. OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921“ an der Studie des Auswandererhauses teilnehmen möchte, kann einfach eine Mail an studie@dahbremerhaven. de schicken. Im Anschluss daran erhalten die Teilnehmer alle weiteren Informationen zum Anmeldeprozess.

Die Studienteilnehmer haben die Möglichkeit, sich das Ausstellungsexperiment außerhalb der regulären Öffnungszeiten anzuschauen und werden dabei vor und nach dem Besuch der Ausstellung von Wissenschaftlern befragt. Insgesamt dauert die Teilnahme an der Studie inklusive Ausstellungsbesuch etwa 90 Minuten. Als Dankeschön erhalten die Freiwilligen freien Eintritt ins Deutsche Auswandererhaus.

PROJEKT „MUSEUM4PUNKT0“
Das Deutsche Auswandererhaus ist einer von sechs Partnern des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Projektes „museum- 4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“. Dabei sollen innovative Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien in Museen modellhaft entwickelt und erprobt werden. Das Ausstellungsexperiment „KRIEGsgefangen. OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921“ ist Teil der im Rahmen von museum4punkt0 am Deutschen Auswandererhaus umgesetzten Projekte. Die digitalen Ausstellungsinhalte (VR) werden von der „THIS IS! Digital Media Group“ erstellt. Mehr Informationen gibt es unter www.museum4punkt0.de.

KRIEGSGEFANGEN.
OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921

Ein Experiment mit Virtual Reality
1. August bis 30. November 2018
Deutsches Auswandererhaus
Columbusstraße 65 | 27568 Bremerhaven
WWW.DAH-BREMERHAVEN.DE


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