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// Gesellschaft
11.05.2012
Von: cj

Von Köln nach Bremerhaven…

Historiker Julian Herbig verstärkt Auswandererhaus-Team – Den Zuschlag bei der Stellenausschreibung des DAHs bekam Julian Herbig mit seinem gerade abgeschlossenen Magisterstudium in Geschichte, Politikwissenschaften, iberischer und lateinamerikanischer Geschichte. Für ihn ein Traumangebot, kann er doch in seinem neuen Aufgabenbereichen seine geschichtlichen Interessen verwirklichen. Außerdem wird er in die Öffentlichkeitsarbeit, Planung von Veranstaltungen und insbesondere natürlich die Eröffnung des Erweiterungsbaus einbezogen. Als Berufsanfänger die Chance zu haben, in einem Museum zu arbeiten, das mit dem bedeutendsten Preis der europäischen Museumslandschaft, dem European Museum of the Year Award 2007 ausgezeichnet wurde, ist für ihn ein Glücksfall, sagt er.


Julian Herbig – neu in Bremerhaven. Der Kölner verstärkt das Team des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven. (Foto: PR / LAUFPASS)

Julian Herbig – neu in Bremerhaven. Der Kölner verstärkt das Team des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven. (Foto: PR / LAUFPASS)

Ist es schwer, sich in die Thematik der Auswanderung einzuarbeiten? Eigentlich nicht, denn das Handwerkszeug habe ich durch mein Studium in Köln gewonnen. Als Student habe ich Promotion für alle Museen des Landschaftsverbandes Rheinland gemacht und war dabei mit einem Infomobil unterwegs. Dabei habe ich die Menschen über die verschiedenen Museen im Rheinland informiert und konnte durch diese Betätigung Erfahrungen im Öffentlichkeits- und Kulturbereich sammeln. Für mich ist es überaus spannend, bei der Präsentation des kürzlich eröffneten Erweiterungsbaus des DAHs mitwirken zu können, denn dann wird zusätzlich zu dem Thema Auswanderung auch Einwanderung nach Deutschland von 1685 bis heute behandelt.

 

Was erwarten Sie von Ihrem Aufenthalt in Bremerhaven?
Abgesehen von der Faszination des mir angebotenen Arbeitsbereiches war auch ein wenig Abenteuerlust dabei. In der Vergangenheit war ich viel im Ausland, kenne deshalb auch den Aufbruch, kann mich darauf einlassen. Ich war gespannt auf neue Leute. Da ich in eine WG gezogen bin, lernte ich sehr schnell viele Menschen kennen. Ich suche gern den Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern und glaubte, in Bremerhaven würde das schwierig sein. Mich hat positiv überrascht, dass es eine zwar kleine, aber lebendige internationale Comunity in Bremerhaven gibt. Mein jetziger Bekanntenkreis besteht zur Zeit großteils aus Zugereisten. Aber ich hoffe, dass ich auch noch Kontakt finde zu den „richtigen“ Bremerhavenern und bin einem Sportverein beigetreten.

 

Was wussten Sie von Bremerhaven?
Bremerhaven war sowohl mir als auch meinen Freunden und meiner Familie eine eher unbekannte Stadt. Ich hatte nur häufig gehört, dass die Stadt wirtschaftliche und soziale Probleme haben soll.

 

Und wie sehen Sie die soziale Situation heute, nach ihrem viermonatigen Aufenthalt in der Stadt?
Über die täglich berichteten hohen Einbruchszahlen habe ich nachgedacht, kann aber nicht sagen, dass mein persönliches Sicherheitsempfinden dadurch beeinträchtigt wird. Oft laufe ich abends allein durch die Stadt, unbehaglich war mir dabei noch nie.

Wie beurteilen Sie die hiesige Infrastruktur?
Da ich ein passionierter Radfahrer bin, kann ich mich in Bremerhaven schnell und problemlos bewegen. Die langen Einkaufzeiten kommen mir sehr entgegen und kurz die Familie in Köln zu besuchen, ist mit dem Zug auch kein Problem.

Gefällt Ihnen die Bremerhavener Kulturlandschaft?
Einen ersten Eindruck von Bremerhaven und seiner Gastfreundschaft erhielt ich als Neubürger durch den Empfang im t.i.m.e.Port II. Uns wurden anlässlich einer Hafenbus-Tour die Sehenswürdigkeiten unserer neuen Heimat gezeigt und erläutert. Noch kenne ich die Kulturlandschaft nicht ganz, habe aber schon einiges ausprobiert. Einige Male war ich zu Symphoniekonzerten im Stadttheater, habe mir auch „La Traviata“ angesehen und ein geradezu grandioses Konzert im Pferdestall erlebt. Hinsichtlich der Museen möchte ich noch viel entdecken und will als Historiker bald ins Historische Museum.

Natürlich freue ich mich auf den Sommer, dann will ich das „Umzu“, wie man hier sagt, näher erkunden. Und vielleicht verstehe ich bis dahin ja auch ein bisschen plattdeutsch – bislang ist das für mich noch eine Fremdsprache.

Was gefällt Ihnen an Bremerhaven nicht so sehr?
Das einzige, das ich hier vermisse, sind ein paar nette gemütliche Cafés, Orte, an denen man bei einem Drink die Zeitung liest – Freunde trifft.


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