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// Gesellschaft
15.02.2012
Von: lj

Wie wir leben wollen! Aktionsplan BHV

Vieles von dem, was unsere Zukunftsplanung angeht, wird von den von uns gewählten Politikern (Volksvertretern) initiiert und umgesetzt. Dafür haben wir sie in unserer Demokratie gewählt und dafür werden sie bezahlt. Sie haben den Euro eingeführt und nun versuchen sie ihn zu stabilisieren. Aber das ist nur ein Beispiel von vielen für das, was uns die Politik vorgibt. Doch nicht alles was uns umgibt, wird von der Politik bestimmt.


Wie wir leben wollen!

Wie wir leben wollen! (Foto: Getty Images | www.gettyimages.com)

In unserem eigenen Denken und Handeln sind wir immer noch wir selbst und müssen entscheiden, was und wo wir etwas werden wollen, wie wir unsere Freizeit ausgestalten und vor allem, wie wir mit uns untereinander umgehen. Da werden beispielsweise in der Nachbarschaft Straßen- und Siedlungsfeste veranstaltet, auf der anderen Seite gibt es ein hohes Maß an Klagen von Nachbarn untereinander. Viel schwieriger wird es da noch, wenn der Nachbar, der Kollege oder Vereinskamerad anders aussieht und eventuell nicht richtig deutsch spricht.

Die meisten Menschen wollen in Harmonie leben. Und wir wollen die Integration derer, die zu uns gekommen sind und dieses Land mit voran bringen wollen. Doch wie sieht Integration eigentlich aus? Sie kommen hierher, arbeiten, versuchen sich zu verständigen und zu leben, jeder für sich. Es wird erwartet, dass sie unsere Sprache sprechen, unsere Kultur annehmen und unsere Werte achten, auch wenn ihre eigenen Werte und Ansichten bisher anders aussahen. Aber ist das nun schon alles? Sie kommen her bewegen sich unter uns und das war’s? So kann Integration nicht funktionieren. Es muss ein Weg gefunden werden, wie wir miteinander umgehen wollen. Da müssen Distanzen abgebaut werden, es muss aufeinander zugegangen werden und sich eine neue Kultur entwickeln. Das funktioniert nur, wenn wir offen miteinander umgehen und auch auf unsere Immigranten zugehen. Was bedeutet eigentlich Ramadan, wie sieht eigentlich ein russisches Neujahrsfest aus und was sind Eure Bräuche? Wollen wir nicht mal gemeinsam kochen oder feiern? Wie geht es eigentlich bei Euch zu? Bei Integration sollte man auch ein gewisses Maß an Neugier auf das Unbekannte haben und da gehört es dazu, dass man sich miteinander beschäftigt. Nur so kann das funktionieren und sich Neues entwickeln.

Auch hier haben die Politiker einen gewissen Einfluss und versuchen die Weichen zu stellen. Mit dem Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind die Ziele verbunden, Vielfalt, Toleranz und Demokratie als zentrale Werte der Gesellschaft zu festigen und gerade junge Menschen für die grundlegenden Regeln eines friedlichen, toleranten und demokratischen Zusammenlebens zu gewinnen und rechtsextremen Tendenzen entgegen zu wirken.

Für die Aufnahme in das Programm müssen sich die jeweiligen Kommunen beim Ministerium bewerben. Dabei wird zum Einen eine Situationsanalyse hinsichtlich des Rechtsextremismus vor Ort durchgeführt, andererseits werden die Ressourcen beleuchtet und betrachtet, welches Engagement es bereits gibt. Bremerhaven und Cuxhaven haben sich erfolgreich für dieses Programm beworben und es wurden lokale Aktionspläne (LAP) entwickelt. Welche Projekte dabei gefördert werden, wird in Bremerhaven beispielsweise von einem Begleitausschuss entschieden, der sich aus Mitarbeitern von Ämtern und Behörden, Gewerkschaftern sowie lokalen Politikern aus den demokratischen Parteien und anderen mehr zusammensetzt.

Eines dieser Projekte, das unterstützt wurde, ist unter dem Motto „Kick it like Beckham“ vom JFV Bremerhaven und hier federführend vom 1. Vorsitzenden des Vereins Gerrit Michaelis initiiert worden und dient sowohl der Integration als auch der Sportförderung. Denn das frühe Fördern von Leistungssport kann zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung beitragen und stellt, in Ergänzung zu Familie und Schule, ein wichtiges Feld dar, soziale Kompetenzen zu erlernen. Über den Fußball werden Jugendliche aus strukturschwachen Milieus zusammengeführt. Gemeinsam lernen sie unterschiedliche Kulturen und gegenseitiges Verständnis für kulturelle Besonderheiten kennen. Dieses Projekt wurde auch filmisch begleitet, zu sehen auf der Webseite des Junioren-Fördervereins Bremerhaven.

www.lap-bremerhaven.de
www.jfv-bremerhaven.de


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