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// Gesellschaft
28.05.2014

Zeitzeugen gesucht: Deutsche Kriegsgefangene in der Normandie nach 1944


Anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes des zweiten Weltkriegs im Mai 2015 sammelt der Verband „Mémoires et terroirs“ [Gedächtnis und Gegend] Zeitzeugenberichte von ehemaligen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern. Das Projekt hat zum Ziel, Zeugenberichte ehemaliger Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter aus der Normandie über ihren Aufenthalt in Deutschland und Berichte deutscher ehemaliger Kriegsgefangener über ihren Aufenthalt in der Normandie zu erfassen. Im Vergleich beider Perspektiven sollen die Zeugnisse der Männer, die Gefangenschaft diesseits und jenseits der Grenze erleben mussten, einem breiten Publikum in ihrer menschlichen Dimension zugänglich gemacht werden.

Die Verbreitung der Zeitzeugenberichte wird über folgende mediale Plattformen undVeranstaltungen gewährleistet:

1) Tonmitschnitte der Zeugenberichte werden in Gänze in der Onlinedatenbank der RegionManche ins Internet gestellt. http://recherche.archives.manche.fr

2) Die transkribierte, übersetzte und wissenschaftlich kommentierte Version der Zeugenberichte wird auf der Homepage „Kriegserinnerungen und Zeugenberichte des Zweiten Weltkriegs“ – www.unicaen.fr/memoire-guerre – der Universität Caen ins Netz gestellt, die von der Forschungsgruppe ERLIS (Sprachwissenschaftler und Informatiker) verwaltet wird.

3) Eine Ausstellung mit Veranstaltungen, Fotos und Tonmitschnitten „Perspektivwechsel – Gefangene hier, Gefangene dort“, wird zunächst im Mai 2015 im Musée de la libération in Cherbourg-Octeville und im Anschluss in Bremerhaven zu sehen sein.

Zum jetzigen Zeitpunkt konnten bereits gut 20 Zeugenberichte von ehemaligen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern aus der Normandie gesammelt werden. Jetzt werden ehemalige Kriegsgefangene aus Deutschland gesucht, die in der Normandie in Gefangenschaft waren. Die Projektbeteiligten richten daher einen Aufruf an deutsche Staatsbürger, die nach 1944 in der Normandie oder in der Frankreich in Kriegsgefangenschaft waren. Wer selbst ein ehemaliger Kriegsgefangener ist oder einem ehemaligen Kriegsgefangenen nahesteht – Familienangehörige, Nachbarn, Freunde – dann möchte bitte den Kontakt mit der Projektgruppe aufnehmen und so dazu beitragen, die Berichte all jener zu erfassen, die Zeugnis ablegen wollen und können.

Wer Personen kennt, die über ihre Erlebnisse in der Kriegsgefangenschaft berichten wollen und damit einverstanden sind, kann folgende Informationen weitergeben:
Vor- und Nachname Geburtsdatum und -ort Gegenwärtiger WohnortAnschrift und Kontaktdaten des Zeitzeugen selbst oder der Kontaktperson (Telefonnummer, Adresse, Verbindung zum Zeitzeugen)

Die Adresse:
Pascale VAN PRAET
pascale.vanpraet(at)unicaen.fr
Université de Caen Basse-Normandie
MLI bureau 309 Campus 1
Esplanade de la Paix BP 5186
14032 CAEN CEDEX 5 FRANCE

Das Projekt wird unterstützt und durchgeführt von den Regionalarchiven des département Manche, den Forschungsgruppen ERLIS und CRISCO der Universität Caen, dem Musée de la libération in Cherbourg-Octeville, der Stadt Bremerhaven, der Stiftung CARAC, der Stiftung AG2R La Mondiale, der Stadt Cherbourg-Octeville, dem Verteidigungsministerium (DMPA).


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