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// Wissenschaft
11.05.2012

Zeit auf See – Chronometer und ihre Schöpfer…

…Hight-Tech aus drei Jahrhunderten – Eine Sonderausstellung des Deutschen Schiffahrtsmuseums vom 06.05.12 bis 25.11.12. Die erste eigentliche Globalisierung, nämlich die Erschließung – und leider zum Teil auch gewaltsame Europäisierung – der Welt erfolgte über den Seeweg. Die seit dem fünfzehnten Jahrhundert geknüpften Kontakte europäischer Seefahrer mit dem westlichen und dem östlichen Indien, also den amerikanischen Kontinenten und Ostasien, brachten durchgreifende und nachhaltige Änderungen der hiesigen Lebensverhältnisse mit sich, die bis heute alle Bereiche unserer Kultur beeinflussen. Eine der Grundbedingungen für diesen Wandel war die Herausbildung geeigneter Navigationsverfahren, die es den Kapitänen und Steuerleuten auf ihren oftmals viele Monate dauernden Reisen ermöglichte, ihre Position und damit den richtigen Kurs zu ihren Zielorten zu bestimmen.


Chronometer – Navigationsverfahren der Seefahrt im Wandel. (Foto: PR / LAUFPASS)

Chronometer – Navigationsverfahren der Seefahrt im Wandel. (Foto: PR / LAUFPASS)

Dabei tasteten sie jahrhundertelang weitgehend im Dunkeln: Zwar konnten sie schon seit dem Spätmittelalter ihre geographische Breite relativ genau durch Höhenmessungen von Sonne und Nordstern bestimmen, die geographische Länge aber konnten sie nur schätzen. Dass dies ausgesprochen fehlerträchtig war und zu zahlreichen Unfällen führte, liegt angesichts der unregelmäßigen Geschwindigkeiten von Segelschiffen, der noch weitgehend unbekannten Meeresströmungen und der Versetzungen durch den Wind auf der Hand. Besonders nach langen Überseepassagen in Ost-West- bzw. West-Ost-Richtung kam es zu so mancher Havarie, die Schiff und Leben forderte.

Schon 1598 hatte die spanische Krone einen Preis ausgeschrieben, um das Längenproblem zu lösen. Andere Länder folgten. Doch trotz zahlreicher Versuche waren die Ergebnisse dürftig. 1714 schließlich setzte auch die englische Krone einen Preis aus: 20.000 Pfund – den Gegenwert eines vollständig ausgerüsteten Linienschiffes mit drei Decks und 64 bis 80 Kanonen. Das Preisgeld löste europaweit noch einmal eifrige Beschäftigung mit der Thematik aus. Aber es sollte noch fünf Jahrzehnte – bis 1761 – dauern, bis das Instrument erfunden und erprobt war, das letztlich bis zur Einführung moderner elektronischer Navigationshilfsmittel, besonders GPS, auf allen Schiffen in der großen Fahrt mit zur Pflichtausrüstung gehörte: Das Chronometer.

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum widmet nun diesem Instrument, seinen Entstehungszusammenhängen, seinen konstruktiven Voraussetzungen und seinen genialen Schöpfern eine eigene Sonderausstellung. In ihr wird das überaus spannende Thema mit großer medialer Vielfalt und aufwendiger Gestaltung für eine breite Zielgruppe aufbereitet, um auch Nicht-Fachleute an der Faszination dieser feinmechanischen Meisterwerke teilhaben zu lassen. Eine Besonderheit: Erstmalig werden hierbei QR-Codes in der Ausstellung genutzt, um Hintergrundinformationen zu geben, die über das übliche Maß hinausgehen - und gern auch noch später zuhause genutzt werden können.

www.dsm.museum



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