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10.02.2016

Facebook & Co. am Arbeitsplatz – gefällt mir: Soziale Medien am Arbeitsplatz

Die Verlockung, am Arbeitsplatz mal eben Facebook aufzurufen oder aber auch nach einem schlechten Arbeitstag seinem Frust über den Job im Netz Luft zu machen, kann schnell zu schwerwiegenden Konsequenzen führen. Immer häufiger sind auch die Unternehmen selbst in den sozialen Netzwerken unterwegs und haben hierbei auch das Verhalten ihrer Arbeitnehmer im Blick.


Facebook & Co. am Arbeitsplatz – gefällt mir: Soziale Medien am Arbeitsplatz (Foto:Harry Zier | OmniArt/shutterstock.com)

Facebook & Co. am Arbeitsplatz – gefällt mir: Soziale Medien am Arbeitsplatz (Foto:Harry Zier | OmniArt/shutterstock.com)

Hierbei geht es nicht nur um die Nutzung sozialer Medien während der Arbeitszeit, sondern auch um Äußerungen von Mitarbeitern in den sozialen Medien über den Arbeitgeber. So kann eine kritische Äußerung über den Chef, aber auch Beleidigungen gegenüber Kolleginnen oder Kollegen, zu einer Abmahnung und im schlimmsten Fall zu einer Kündigung führen. Der Grat zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und einer möglichen Verletzung von arbeitsvertraglichen Loyalitätspflichten kann schmal sein. Hierbei muss es nicht immer um die eigene Meinungsäußerung gehen. Bereits das „liken“ einer Äußerung eines Dritten durch Drücken des „gefällt mir“- Buttons kann zu einer Rechtsverletzung führen. So hat zuletzt das Arbeitsgericht Dessau-Roßlau bereits im Anklicken des „gefällt mir“-Buttons unterhalb eines fremden ehrverletzenden Postings betreffend den Arbeitgeber eine Beleidigung gesehen, welche an sich dazu geeignet ist, das Arbeitsverhältnis zu kündigen.

Grundsätzlich sollten Arbeitnehmer bestehende Regelungen im Betrieb zur privaten Nutzung des Internets am Arbeitsplatz beachten und sich gegebenenfalls im Vorfeld über mögliche bestehende Regelungen informieren. Äußerungen über den Betrieb, den Vorgesetzten oder Kollegen, welche man nicht auch persönlich mitteilen würde, sollten hingegen nicht im Netz landen. Im Rahmen der Rücksichtnahmepflicht aus dem Arbeitsverhältnis ist es dem Arbeitnehmer zuzumuten, Kritik erst intern im Unternehmen zu kommunizieren. Nicht genau überlegte und spontane Handlungen, wie das Anklicken des „gefällt mir“-Buttons vergisst das Netz ebenso wenig, wie eigene Äußerungen und die Übernahme von Postings. Für Arbeitgeber bietet es sich zunehmend an, in sogenannten „social media guides“ Verhaltensregelungen aufzustellen, um so präventiv negative Äußerungen von Arbeitnehmern und einen damit einhergehenden Rufschaden für das Unternehmen zu verhindern.

Rechtsanwalt Sven-Oliver Goes
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Grashoffstr. 32 | 27570 Bremerhaven | Tel.: 0471/28 00 1
E-Mail: anwaelte@bonin-braungard.de
www.bonin-braungard.de



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