Abo   |   Ausgaben   |   Kontakt   |   RSS-Feed   |   Sitemap   |   Suche   |    Werben im LAUFPASS
LAUFPASS - das Online-Portal fr Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
Das Online-Portal für Bremerhaven, Cuxhaven und Umzu
 Startseite   |   Nachrichten   |   Kultur   |   Termine   |   Sport   |   Freizeit   |   Gesundheit   |   Lifestyle   |   Gastronomie   |   Ratgeber   |   Branchenbuch
// Ratgeber
13.11.2017

Keine Steuern, keine Rechte?

Bis zu 450 Euro im Monat bekommen sogenannte Minijobber in Deutschland steuerfrei ausgezahlt. Obwohl niemand von der Summe leben kann, scheint diese Form des Arbeitsverhältnisses dennoch attraktiv zu sein. 46.290 Menschen waren im Land Bremen 2016 ausschließlich als Minijobber angestellt. Weitere 23.353 Personen kommen dazu, die eigentlich eine andere Tätigkeit ausüben und nebenbei etwas dazu verdienen – soweit die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.


Keine Steuern, keine Rechte?

Keine Steuern, keine Rechte? (Foto: Matej Kastelic/shutterstock.com)

Welche Rechte Minijobber haben, ist vielen geringfügig Beschäftigten nicht klar. Häufig tritt in den Beratungen der Arbeitnehmerkammer die Frage auf, wie festgezurrt die 450-Euro-Grenze ist. Fakt ist: Sie darf nur in Ausnahmefällen überschritten werden. „Etwa, wenn aufgrund nicht vorhersehbarer Umstände mehr gearbeitet werden muss, zum Beispiel wenn ein erkrankter Kollege vertreten wird“, sagt Dirk Riekens, Rechtsberater bei der Arbeitnehmerkammer am Standort Bremerhaven. Dies gilt nicht für eine Urlaubsvertretung, da Urlaub planbar und somit nicht unvorhersehbar ist. Wichtig: Um den Status als Minijobber nicht zu verlieren, dürfen auch diese unvorhersehbaren Überschreitungen pro Jahr höchstens binnen drei Monaten vorkommen.

Im Übrigen ist der Verdienst im ganzen Jahr ausschlaggebend. Dieser darf nicht über 5.400 Euro liegen (zwölf Monate x 450 Euro). „In diesem Rahmen sind auch mehrfache geringe Überschreitungen der 450-Euro-Grenze möglich, wenn in anderen Monaten entsprechend weniger verdient wird“, so Riekens. Der Minijob unterscheidet sich von anderen Teilzeitstellen vor allem durch die Sozialversicherung, da Minijobs prinzipiell vollständig sozialversicherungsfrei sein können. Ansonsten haben geringfügig Beschäftigte grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Voll- oder Teilzeitbeschäftigte auch, also auch bei Urlaub, Krankheit oder Kündigungsschutz.

Über weitere Tricks und Tücken klärt Rechtsberater Torsten Kleine am Dienstag, dem 28. November 2017, um 18.00 Uhr beim Themenabend „Minijob = Minirechte?“ auf. Die Infoveranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Arbeitnehmerkammer in der Barkhausenstraße 16 in Bremerhaven statt und ist für alle Teilnehmer kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0471/922350 oder per E-Mail unter bhv@arbeitnehmerkammer.de.


ARBEITNEHMERKAMMER BREMEN
Barkhausenstraße 16 | 27568 Bremerhaven
WWW.ARBEITNEHMERKAMMER.DE



// ONLINE DURCHBLÄTTERN
LAUFPASS 04/17 (Aktuell)
LAUFPASS 03/17
LAUFPASS 02/17
Anzeige
Anzeige
Anzeige
// VERANSTALTUNGEN (HEUTE)
Newsletteranmeldung
Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:

 AGB   |   Datenschutz   |   Impressum   |    Mathilde_drop