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13.05.2016

Und das in meinem Urlaub… - Tipps zur Rechtswahrung bei Reisemängeln

Der Urlaub ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Darauf hat man lange gespart und häufi g den Reisepreis schon Monate im Voraus entrichtet. Umso ärgerlicher, wenn dann vor Ort nicht alles den Zusagen des Reiseveranstalters entspricht. Bei Beherzigung einiger Tipps, lassen sich die Voraussetzungen für die Geltendmachung möglicher Minderungsansprüche aber verbessern.


Rechtsanwalt Sven-Oliver Goes (Foto: Harry Zier)

Rechtsanwalt Sven-Oliver Goes (Foto: Harry Zier)

Im Falle eines Reisemangels darf man sich vor Ort vor allem nicht einfach zurücklehnen. Vom Reisenden wird erwartet, dass er den Reiseveranstalter auf bestehende Mängel unverzüglich hinweist, die Beseitigung einfordert und damit dem Reiseveranstalter zunächst die Gelegenheit gibt, die Mängel zu beseitigen. Die Mängelmeldung muss entweder gegenüber der Reiseleitung vor Ort erfolgen oder, wenn es eine solche nicht gibt, gegenüber dem Reiseveranstalter direkt. Die bloße Meldung an das Hotelpersonal genügt nicht, weil nicht sichergestellt ist, dass die Mängelmeldung den Reiseveranstalter auch tatsächlich erreicht. Bei einer Mängelmeldung gegenüber der örtlichen Reiseleitung sollte man sich den gemeldeten Mangel und Zeitpunkt der Meldung in jedem Fall schriftlich bestätigen lassen. Für den Fall, dass die Reiseleitung zu einer Bestätigung nicht bereit ist, empfi ehlt es sich, einen Zeugen zu der Mängelmeldung mitzunehmen, damit dieser später bekunden kann, was für Mängel gegenüber der Reiseleitung gerügt worden sind. Bei einer Meldung gegenüber dem Reiseveranstalter ist die schriftliche Mitteilung (ggf. EMail) dringend zu raten, damit auch hier später nachvollziehbar ist, was genau man wann gegenüber dem Reiseveranstalter gerügt hat. Hintergrund der Verpfl ichtung zur Mängelmeldung ist, dass der Reiseveranstalter nicht für Mängel in die Haftung genommen werden soll, von denen er selbst überhaupt keine Kenntnis hatte. Das Fehlen einer solchen Meldung gilt daher als Ausschlussgrund für die Minderung der Reisekosten. Ohne Mängelmeldung sind Minderungsansprüche kaum realisierbar.

Neben der Mängelrüge sollten auch weitere Beweise vor Ort gesichert werden, etwa Gedächtnisprotokolle über Art und Umfang der Reisemängel angelegt werden (z.B. Baulärm - an welchen Tagen und in welcher Zeit?) sowie Fotos und gegebenenfalls Audioaufnahmen angefertigt werden, damit die Intensität der Beeinträchtigung und damit der Minderwert der Urlaubsreise später auch für Außenstehende (Rechtsanwalt und im Bedarfsfall Gericht) nachvollziehbar ist. Auch das Notieren von Namen und Adressen anderer Mitreisender, die unter demselben Reisemangel gelitten haben, bietet sich an. Zu beachten ist, dass Ansprüche gegenüber dem Reiseveranstalter innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter geltend gemacht werden müssen. Nach Ablauf dieses Monats ist die Geltendmachung von Reisemängeln nicht mehr möglich und etwaige Schadensersatz- oder Minderungsansprüche verfallen. Nach der Geltendmachung gilt eine gesetzliche Verjährungsfrist von zwei Jahren, wobei eine Verkürzung durch die Geschäftsbedingungen des Reiseveranstalters zulässig ist. Eine zeitnahe Überprüfung der Reiseunterlagen auf die einzuhaltenden Fristen ist somit zwingend geboten.

Rechtsanwalt Sven-Oliver Goes
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Friedrich-Ebert-Str. 3
27570 Bremerhaven
Tel.: 0471/28 00 1
E-Mail: anwaelte(at)bonin-braungard.de
www.bonin-braungard.de



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