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10.08.2016

Urlaubsplanung: Welche Rechte haben Arbeitnehmer?

Der Urlaub – für viele die schönste Zeit des Jahres. Aber wieviel Anspruch auf Urlaub habe ich als Arbeitnehmer? Die Urlaubsplanung für das Jahr steht in fast allen Betrieben zum Jahresbeginn an. Und fast alle Arbeitnehmer möchten gerne in den Sommermonaten Urlaub nehmen und Brückentage nutzen.


Urlaubsplanung: Welche Rechte haben Arbeitnehmer? (Foto: My_inspiration / shutterstock.com)

Urlaubsplanung: Welche Rechte haben Arbeitnehmer? (Foto: My_inspiration / shutterstock.com)

Normalerweise ist der Urlaubsanspruch im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Fehlt es an einer solchen Regelung, gilt das Bundesurlaubsgesetz, wonach jeder Arbeitnehmer einen Mindestanspruch von 24 Urlaubstagen bei einer 6-Tage-Woche hat. Mitarbeiter, welche an 5 Tagen in der Woche arbeiten, haben einen Urlaubsanspruch von 20 Tagen. Mitarbeiter mit einer 3-Tage-Woche haben 12 Urlaubstage usw. Praktisch hat jeder Mitarbeiter einen Urlaubsanspruch von mindestens vier Wochen, unabhängig davon, ob es sich um ein Vollzeit- oder Teilzeitarbeitsverhältnis handelt.

Grundsätzlich gilt, dass der Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch darauf hat, zu einem bestimmten Zeitraum seinen Urlaub zu nehmen. Nach dem Gesetz ist dem Urlaubswunsch aber zu entsprechen, wenn keine dringenden betrieblichen Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer entgegenstehen und diesen unter sozialen Gesichtspunkten der Vorrang einzuräumen ist. Ein solcher Gesichtspunkt ist zum Beispiel der Vorrang von Mitarbeitern mit schulpfl ichtigen Kindern bei Urlaubswünschen innerhalb der Schulferien. Der gewünschte Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren. Nach der Rechtsprechung sind mindestens 12 Urlaubstage erforderlich, um eine ausreichende Erholung sicherzustellen. Ist der Urlaub erst einmal genehmigt, kann der Arbeitgeber diesen in der Regel nicht mehr widerrufen. Sollte der Arbeitgeber gleichwohl den bereits genehmigten Urlaub widerrufen, so ist eine gerichtliche Klärung geboten. In jedem Fall sollte der Urlaub nicht eigenmächtig ohne vorherige Klärung genommen werden.

Ein bereits angetretener Urlaub hingegen ist auch auf Aufforderung des Arbeitgebers nicht abzubrechen. In Streitfällen sollte in jedem Fall zunächst das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden. Sofern ein Betriebsrat besteht, sollte auch dieser einbezogen werden und von seinem Mitspracherecht Gebrauch machen. Erst im letzten Schritt oder bei besonderer Eilbedürftigkeit sollte die Hilfe des Arbeitsgerichts und/oder Rechtsanwaltes in Anspruch genommen werden.

Rechtsanwalt Sven-Oliver Goes

Fachanwalt für Arbeitsrecht
Friedrich-Ebert-Str. 3 | 27570 Bremerhaven | Tel.: 0471/28 00 1
E-Mail: anwaelte(at)bonin-braungard.de
www.bonin-braungard.de



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