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// Sport
08.05.2013
Von: Nadine Hünefeldt

Heldinnen in Strumpfhosen - Frauensport mit blauen Flecken


Heldinnen in Strumpfhosen – Frauensport mit blauen Flecken. (Foto: © Ronald Sumners/shutterstock.com)

Heldinnen in Strumpfhosen – Frauensport mit blauen Flecken. (Foto: © Ronald Sumners/shutterstock.com)

Bremen hat eins. Hamburg auch. Sogar Buxtehude. Jetzt gibt es auch in Bremerhaven ein Roller Derby-Team: Die Mädels von „Fishtown Roller Derby“ wollen unsere Stadt aufmischen – auf Rollschuhen und mit einer gehörigen Portion Biss.

Roller Derby? Nie gehört? Das muss ja nicht so bleiben: Bremerhavens Damen sind hiermit aufgerufen, sich in enge Sporthosen zu werfen und die Rollschuhe anzuschnüren! Wer sich für „tough“ genug hält, bei einer Sportart mitzumachen, die an American Football erinnert – jedoch ohne Ball, dafür auf Rollschuhen – der ist bei Fishtown Roller Derby goldrichtig. Und auch der Zeitpunkt ist für Neueinsteiger jetzt ideal: Das Team trainiert zur Zeit intensiv für den „Minimal Skills Test“ – also die grundlegenden Fertigkeiten, die vom Regelwerk vorgeschrieben sind. Dazu gehört neben einem festen Stand auf Rollschuhen natürlich das Beherrschen verschiedener Arten des Stoppens, vor allem aber sicheres Fallen.

Dass ihr Team auf den Rollen fit wird, dafür sorgt Heavy Miss Gale: Sie hat bereits bei Roller Derby-Teams in Bremen und Hamburg Erfahrungen sammeln können, war bei der Deutschen Meisterschaft 2010 dabei und hat sogar im Team Deutschland bei der Weltmeisterschaft im Roller Derby 2011 mitgespielt. Trainiert wird derzeit in der Oscar-Drees-Halle in der Schillerstraße. Zusätzlich – wenn es das Wetter zulässt – treffen sich die Mädels draußen zum Rollen.

Dabei geht die Sicherheit vor: Knie-, Ellenbogen- und Handprotektoren sind Pflicht, ebenso ein Skate-Helm. Einen festen Dress-Code gibt es nicht, doch hat sich das Image des Roller Derbys in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Hervorgegangen aus der Punk-Bewegung, haben die Roller Derby-Mädels ihre Netzstrumpfhosen inzwischen gegen Sportkleidung getauscht. „Roller Derby ist zu einem ernstzunehmenden Sport geworden“, erklärt Heavy Miss Gale und fügt lachend hinzu: „Außerdem ist es unwirtschaftlich, nach jedem Training neue Strumpfhosen kaufen zu müssen.“

Definitiv ein Frauensport. Trotzdem geht’s bei Roller Derby „zur Sache“: denn hier handelt es sich um einen Vollkontaktsport. Blaue Flecke gehören dazu, mehr noch: Sie sind für die Mädels die Belohnung für ein erfolgreiches Spiel. Aber nicht alles ist erlaubt beim Roller Derby. Entstanden ist der Sport in den vierziger Jahren in den USA, nachdem der Sportpromoter Leo A. Seltzer rempelnde und schubsende Frauen auf Rollschuhen als Publikumsmagnet identifiziert hatte – je härter dabei „rangegangen“ wurde, desto mehr tobte die Menge. In der heutigen Version des Roller Derbys existieren jedoch feste Regeln: Erlaubt ist nur Blocken im Bereich von der Schulter bis zur Hüfte; Gesicht und Rücken sind tabu, ebenso die Knie. Schubsen, drängeln, rempeln ist erlaubt, Haare ziehen und Faustschläge definitiv nicht – auch wenn gerade diese Aktionen noch heute mit Roller Derby assoziiert werden. „Roller Derby ist ein kontaktfreudiger Sport, vergleichbar mit Eishockey oder Handball“, erklärt Miss Gale.

In Bremerhaven haben sich inzwischen zehn Mädels zwischen 20 und Mitte 40 eingefunden, die regelmäßig miteinander trainieren. So auch Christine, die „einfach mal was anderes“ machen wollte und nun begeistert dabei ist. Auf ihren Rollschuhen steht und fährt sie, als wäre sie mit ihnen geboren worden. Aber auch Rollschuh-Neulinge sind bei den Mädels des Fishtown Roller Derbys dabei, man hilft einander im Team – und wer hinfällt, wird einfach wieder aufgestellt.

Wer Interesse an Fishtown Roller Derby hat, sollte sich schnell die Rollschuhe anschnallen und Heavy Miss Gale und ihre Mädels kontaktieren: fishtownrollerderby(at) hotmail.de oder auf Facebook: www.facebook.com/fishtownrollerderby

Wie funktioniert Roller Derby?
Ein Team besteht aus etwa 14 Spielerinnen, von denen fünf Rollergirls pro Team auf der ovalen Bahn (track) gegeneinander spielen. Ein Spiel (bout) besteht aus mehreren zweiminütigen Spielzügen (jams) mit jeweils einer Pause von 30 Sekunden dazwischen. Nach jedem Jam wird die Mannschaft ausgetauscht. Nach 30 Minuten ist Halbzeit-Pause.

Ein Team besteht aus vier Blockerinnen und einer Jammerin (Punktemacherin). Diese hat die Aufgabe, das gegnerische Team auf der Bahn so oft wie möglich zu überrunden, wofür das Team Punkte gutgeschrieben bekommt. Die Blockerinnen bilden das Pack (rollen immer zusammen), halten der eigenen Jammerin den Rücken frei und versuchen die gegnerische Jammerin am Überholen zu hindern.



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