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// Sport
12.08.2019
Von: bg

Jabs, Kicks, Haken - Bremerhavener ist neuer Europameister im Kickboxen

Nachdem Corneliu Sendrea vor ungefähr einem halben Jahr in das Halbfinale der IKBO-PRO-AM einzog, konnte der gebürtige Moldawier im Mai 2019 den Titel in der 70 Kilogramm-Klasse im Kickboxen für sich beanspruchen. In der Nacht der Löwen in Wuppertal bezwang der 23-jährige Sendrea den mehrfachen Weltmeister Dardan Morina.


Jabs, Kicks, Haken - Bremerhavener ist neuer Europameister im Kickboxen (Foto: Björn Gerken/LAUFPASS)

Jabs, Kicks, Haken - Bremerhavener ist neuer Europameister im Kickboxen (Foto: Björn Gerken/LAUFPASS)

Geboren und aufgewachsen ist Sendrea in der Hauptstadt von Moldawien, Chi in u. Sein Herz schlug schon seit frühester Kindheit für den Kampfsport. Bereits mit sechs Jahren begann er mit Taekwondo, einer koreanischen Kampfsport, die neben Schlagtechniken vor allem auf Tritttechnik setzt. Mit zwölf Jahren hat er dann das Kickboxen für sich entdeckt. Dass der ganze Körper bei dieser Kampfkunst im Einsatz ist, hatte ihn von Anfang an begeistert, erzählt er. Besonders attraktiv war für ihn auch, dass er mit dem Kickboxen eine größere Chance hatte, den Sport professionell zu betreiben, da dieser im Gegensatz zum Taekwondo weitaus populärer ist. Schon früh in seiner Karriere konnte Sendrea Erfolge verzeichnen, so war er bereits 2017 Europameister bei den Amateuren. Er ist damit schon auf gutem Wege, es seinem großen Vorbild, dem niederländisch-marokkanischen K1-Kickboxer Badr Hari, gleichzutun.

Sein Trainer und Geschäftsführer der Fight Fabrik in Bremerhaven, Andy Voss hat das Talent von Sendrea gleich erkannt: „Als er die ersten Male bei uns trainierte, ist mir gleich aufgefallen, wie sauber er die Techniken ausführt. Darüber hinaus habe ich Corneliu als sehr ehrgeizigen und disziplinierten Sportler kennengelernt. Er hat seine Ziele klar vor Augen und meckert nicht rum, sondern macht. Ideale Voraussetzungen, um erfolgreich im Kampfsport zu sein“, sagt Voss. Dem Europameistertitel ist ein intensives Training vorausgegangen. So hat sich Sendrea innerhalb von zehn Wochen, zwei Mal am Tag, sechs Tage die Woche auf den Kampf vorbereitet. Besonders wichtig dabei waren Krafttraining, Ausdauertraining, Technik und Ringstrategien, erklärt Voss.

Seit ungefähr zwei Jahren ist Sendrea in der Seestadt. Aufgrund der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit in seiner Heimat, verschlug es den Sportler an die deutsche Nordseeküste. Seine Familie ließ er zurück, mit Ausnahme der Schwester, die bereits einige Zeit zuvor nach Deutschland auswanderte. Momentan arbeitet er als Reinigungskraft, um sich zu finanzieren und sich seiner Leidenschaft, dem Kickboxen, widmen zu können. Neben dem Kampfsport hat er noch weitere Vorlieben: Weiterhin sportlich spielt Sendrea liebend gerne Fußball, aber falls er doch einmal auf körperliche Ertüchtigung verzichten kann, tobt er sich in der Küche aus und schwingt ausnahmsweise nicht seine Rechte, sondern den Kochlöffel.


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