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// Gesellschaft
09.08.2013
Von: Nadine Hünefeldt

Helden wachsen auf dem Acker – die Ackerhelden im Cuxland


Helden wachsen auf dem Acker – die Ackerhelden sind im Cuxland angekommen. (Fotos: LIN, CHUN-TSO/shutterstock.com)

Helden wachsen auf dem Acker – die Ackerhelden sind im Cuxland angekommen. (Fotos: LIN, CHUN-TSO/shutterstock.com)

Wir lesen auf den Schildern im Gemüseregal des Supermarkts, dass unsere Tomaten aus Holland stammen, die Gurken aus Spanien und die Möhren aus Frankreich. Aber aus welchen Betrieben unser Gemüse wirklich stammt und mit welchen Mitteln es möglicherweise behandelt wurde, das verraten die Schilder nicht. Wer sich bewusst ernähren möchte und dabei sichergehen will, dass das Gemüse auf dem Teller auch wirklich nach Bio-Richtlinien produziert wurde, kauft entweder bei einem regionalen Landwirt des Vertrauens – oder baut sein Gemüse gleich selbst an.

Dafür muss man seit diesem Jahr nicht einmal mehr Gartenbesitzer sein. Die Essener Tobias Paulert und Birger Brock ermöglichen mit ihrem Ende 2012 gegründeten Unternehmen „Ackerhelden“ ernährungsbewussten Menschen auf einer Ackerfl äche bei Loxstedt den Traum vom eigenen Gemüseanbau. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem von Bioland zertifi zierten Hof von Jan-Christof Blanken.

Für 2013 haben Paulert und Brock mit Jan- Christof Blanken zunächst eine Fläche von 0,25 Hektar vereinbart, wo Endverbraucher auf 54 vorbepfl anzten Flurstücken ihren eigenen Gemüseacker bewirtschaften und abernten können. Für das kommende Jahr ist eine Erweiterung der Fläche anvisiert. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Landwirtsfamilie“, so Birger Brock. Die Blankens betreiben zudem einen Hofl aden und bieten dort unter anderem Bioland-Rindfl eisch aus eigener Haltung, Wurstwaren, hausgebackenes Brot und vieles mehr an.

Ackerhelden bieten viel

Wer einen Gemüseacker bei den Ackerhelden mietet, bekommt viel für seine Investition. Im Preis enthalten sind Saatgut und Jungpflanzen: Diese werden ebenso gestellt wie geeigneter Dünger, Möglichkeiten zur Bewässerung und Gießkannen. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Jungpflanzennachschub für abgeerntete Reihen auf dem Acker. Auch die Nutzung des gemeinschaftlichen Kräuterbeetes gehört zum Angebot der Ackerhelden GmbH. Gartengeräte müssen nicht extra angeschafft werden, sie sind ebenfalls vor Ort. Der Erntewert erreicht dabei mehr als das Doppelte des Preises für den gemieteten Acker – und besteht aus einhundert Prozent biologisch angebautem Gemüse.

Für die Saison 2013 stehen Gemüsesorten wie Buschbohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbis, Möhren, Radieschen, Rotkohl, Spinat, Kopfsalat, Zwiebeln sowie Rote Bete, Fenchel, Zucchini und vieles mehr auf dem Anbauplan. „Unsere Ackerhelden wissen nicht nur, wo ihr Produkt herkommt und wie es angebaut wurde, sondern sie lernen auch gleichzeitig alles über regionale und saisonale Gemüsesorten. Ihnen wird ein ganz neues Geschmackserlebnis ungespritzter und knackfrischer Gemüsesorten zuteil“, sagen Ackerhelden-Gründer Birger Brock und Tobias Paulert.

Eigener Acker per Mausklick

Wer sich für einen eigenen Gemüseacker auf einer Anlage interessiert, kann diesen ganz einfach online über die Homepage unter www. ackerhelden.de für den Zeitraum einer Saison buchen. Einfach den gewünschten Standort aussuchen, die Ackergröße wählen und in den „Einkaufswagen“ legen. Im Bestellformular müssen nur noch die persönlichen Daten eingegeben werden. Die Ackerfl ächen werden nach Buchungseingang vergeben. Der Saisonbeginn variiert entsprechend der Witterungsbedingungen. Dieses Jahr konnte aufgrund des langen Winters erst am 4. Juni losgeackert werden. Bis zum geplanten Saisonende am 15. November gehört der Gemüseacker dann dem Hobbygärtner. Vor Saisonbeginn erhalten alle zukünftigen Ackerhelden neben ihrer „Heldenkarte“ als Kundenausweis ein ausführliches Infopaket sowie eine Rundum-Beratung mit Tipps und Rezeptvorschlägen.

Wer ein Ackerheld werden möchte, sollte schon ein wenig Begeisterung fürs Gärtnern mitbringen. Ein Zeitfresser ist die Pfl ege des eigenen Ackers dagegen nicht: „Der notwendige Zeitaufwand für die Bewirtschaftung ist gering und liegt bei nur etwa ein bis zwei Stunden pro Woche. Das ist eigentlich nicht mehr als die Zeit für einen Einkauf im Supermarkt. Dafür aber halten die Hobbygärtner mit Sicherheit frisches, regionales, saisonales Gemüse mit natürlichem Geschmack in ihren Händen“, so Paulert und Brock.

Die Idee für das Unternehmen „Ackerhelden“ wuchs in den Essener Jungunternehmern über die Jahre. Für die ehemals Schul- und Studienkollegen ist Gemüseanbau kein neues Thema. Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit alternativen Versorgungskonzepten und Selbstversorgung und haben sich ein großes Fachwissen rund um regionale und biozertifi - zierte Produkte angeeignet. Birger Brock bewirtschaftet mit seiner Familie seit 2006 ein Ackerstück auf einem Bioland-Hof. Tobias Paulert ist als „Urban Gardener“ in seinem Dachgarten aktiv, wo er alte Tomatensorten und exotische Kräuter-, Gemüse- und Obstsorten anbaut. In einjähriger, intensiver Planung haben die beiden ihre Geschäftsidee entwickelt, aus der „Ackerhelden“ entstanden ist. „Wir denken, dass es an der Zeit ist, die Menschen regional und emotional wieder näher an das heran zu bringen, was sie täglich essen“, so Birger Brock über ihr Geschäftskonzept.

Wer selbst Ackerheld werden möchte, kann ab Oktober 2013 seinen Acker für die kommende Saison buchen. Interessenten dürfen die Anlage gern besichtigen.

www.ackerhelden.de
Tel: (0201) 74 94 36 66


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